Die Kansas City Chiefs haben einen Schlussstrich gezogen und Skandal-Profi Isaiah Buggs entlassen. Der Defensive Lineman hatte in der abgelaufenen NFL-Saison sportlich nur bedingt auf sich aufmerksam machen können, in der Offseason sorgte er allerdings umso mehr für negative Schlagzeilen.
In den letzten Wochen war Buggs nämlich gleich zwei Mal festgenommen worden, und das wegen zwei verschiedener Vergehen. Im Mai war die Polizei darauf aufmerksam gemacht worden, dass sich zwei Hunde auf einer eingezäunten Terrasse hinter einem Haus, das Buggs gemietet hat, befanden und keinen Zugang zu Futter oder Wasser hatten.
Beide Hunde sahen demnach ausgehungert, verwahrlost und das Haus verlassen aus. Augenzeugen zufolge sei Buggs vor kurzem dort ausgezogen. Beide Hunde wurden beschlagnahmt, ein Hund musste dem Bericht der Polizei zufolge eingeschläfert werden.
Buggs' Agent, Trey Robinson, erklärte daraufhin, dass dies nicht die Hunde seines Agenten waren und dies vielmehr das Ergebnis einer Kampagne der Stadt gegen Buggs sei, um ihn dazu zu bewegen, seine Shisha-Bar in der Stadt aufzugeben. Hierbei handelt es sich nun um ein schwebendes Verfahren.
Brachte die zweite Verhaftung das Fass zum Überlaufen?
Zudem war Buggs Anfang Juni wegen häuslicher Gewalt per Haftbefehl gesucht worden. Das Promi-Portal "TMZ", das offenbar Einsicht in die Gerichtsakte hatte, lieferte die angeblichen und verstörenden Einzelheiten.
Demnach wird Buggs vorgeworfen, die Mutter seines Kindes eine Treppe heruntergezerrt zu haben. Dabei verletzte sich die Frau. Als diese dann ankündigte, die Polizei zu rufen, habe Buggs das Haus verlassen. Die Frau soll der Polizei gegenüber gesagt haben, dass Buggs in ihr Haus in Tuscaloosa mit Hilfe eines Reifenmontierhebels gegen 5:28 Uhr Ortszeit eingebrochen sei und anschließend über die Treppe nach oben gekommen war.
Die Frau gab weiter an, dass sie sich während der Handgreiflichkeiten mit Buggs mehrere Clip-On-Fußnägel gebrochen habe, während im Polizeibericht von "Kratzspuren" auf ihren Armen die Rede sei.
Ob die Geschichte in dieser Form wahr ist, wird nun das Gericht klären müssen. Für die Chiefs allerdings war spätestens die zweite Verhaftung eine zu viel. Zumal man sportlich sicherlich auf Buggs verzichten kann, der in der Vorsaison ohnehin nur sporadisch zum Einsatz kam, sich über den Practice Squad aber immerhin erfolgreich für einen neuen Einjahresvertrag bewerben könnte.





