Gemeinhin war man in der NFL davon ausgegangen, dass sich die New York Jets nach drei turbulenten Jahren von Quarterback Zach Wilson trennen würden. Teambesitzer Woody Johnson jedoch sorgte nun jedoch in dieser Sache für Aufsehen.
Mehrere Teamvertreter der Jets gaben sich zuletzt im Rahmen des League Meetings in Orlando/Florida offen, Wilson zu traden. Johnson jedoch sagte schließlich gegenüber Reportern: "Wenn wir ihn nicht traden, dann werden wir ihn behalten."
Jener Johnson hatte Wilsons Leistungen speziell in der Saison 2023 kürzlich noch deutlich kritisiert, ruderte nun jedoch demonstrativ zurück. Johnson nannte Wilson nun "ein wertvolles Asset", räumte jedoch auch ein, dass ein Trade das beste für ihn sei.
"Ich fühle mit Zach, denn in gewisser Weise wäre es großartig gewesen, wenn er sich im letzten Jahr zum ersten Mal hätte zurücklehnen und einem Meister bei der Arbeit zusehen können. Denn er hatte nie so eine Gelegenheit", spielte Johnson auf die frühe und schwere Verletzung von Aaron Rodgers an, die diese Gelegenheit zunichte machte. "Er war vom ersten Tag an im Feuer und ich glaube, dass er mal an einem Ort sein muss, an dem er einfach mal für eine Weile jemanden beobachten kann. Er hat die Fähigkeiten, er kann alles machen. Es gab einen Grund, dass wir ihn an zweiter Stelle insgesamt gedraftet haben und ich bin zuversichtlich, dass er sein Potenzial irgendwann ausschöpfen wird."
Jets: Wilsons Gehalt als Knackpunkt
Allerdings darf man Johnsons Worte durchaus kritisch betrachten. Mutmaßlich dienen sie nur dazu, seinen Trademarkt, der nicht sonderlich aktiv sein dürfte, noch einmal wiederzubeleben. Er selbst hatte im Februar am Rande der NFL Honors in Las Vegas gesagt: "Wir brauchen einen Backup-Quarterback. Wir hatten keinen im letzten Jahr." Mittlerweile haben die Jets einen in Tyrod Taylor.
Für die Jets dürfte es realistisch betrachtet nur noch darum gehen, Wilson kostengünstig loszuwerden. Eine Entlassung als letzte Option ist sicherlich möglich, doch dann müssten sie ihm seine garantierten 5,5 Millionen Dollar dennoch zahlen.







