Der erfolgsverwöhnte FC Bayern hat nach dem Ausscheiden in der Champions League in dieser Saison "nur" noch die Chance auf einen Titel. Die Kritik an den Verantwortlichen wächst. Ex-Fußballer Mario Basler sieht die Bosse um Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic unter Druck.
Zwar rangiert der FC Bayern in der Bundesliga an der Tabellenspitze, im DFB-Pokal sowie in der Champions League war für die Münchner allerdings schon im Viertelfinale Endstation.
"Ziele dürfen verfehlt werden – Werte des Vereins nicht! Führungspolitik hinterfragen!", forderte ein Teil der Bayern-Fans im Rahmen des Viertelfinal-Rückspiels in der Champions League gegen Manchester City (1:1) von der Vereinsführung.
Der ehemalige Münchner Profi Mario Basler legte den Finger ebenfalls in die Wunde. So hinterfragte der 54-Jährige bei "Sport1" den Trainerwechsel beim Rekordmeister.
"Du hast mit Nagelsmann einen Trainer gehabt, der in der Champions League acht Spiele gewonnen hat, im Viertelfinale des DFB-Pokals war und einen Punkt hinter Dortmund war. Das ist brutal, dass man dann nochmal einen Trainer vor die Tür setzt", blickte Basler auf die Freistellung von Nagelsmann Ende März zurück. Seitdem steht Thomas Tuchel beim FC Bayern an der Seitenlinie.
FC Bayern: Mario Basler hinterfragt Trainerwechsel
Der 49-Jährige sei ein "hervorragender Trainer", urteilte Basler. "Nur in der Situation diesen Schritt zu machen, einen Nagelsmann aus heiterem Himmel zu entlassen, der dann auch noch ein bisschen Geld kostet. Und du verspielt innerhalb von drei Wochen zwei Titel ...", hinterfragte Basler die Sinnhaftigkeit des drastischen Schritts.
Fakt ist: Der FC Bayern hat mit der Meisterschaft in dieser Saison nur noch eine Titelchance. "Sollte Bayern München dieses Jahr nicht deutscher Meister werden ... wenn dann keine Köpfe rollen, dann verstehe ich Fußball gar nicht mehr", zählte Basler die Verantwortlichen um Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic öffentlich an.
































