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Frühere Bundesliga-Spieler im Rampenlicht

BVB-Flop toppt Max Meyers "Oberdämlich"-Rot

Max Meyer überzeugte einst beim FC Schalke 04 - jetzt spielt er in der Schweiz
Max Meyer überzeugte einst beim FC Schalke 04 - jetzt spielt er in der Schweiz
Foto: © IMAGO/Manuel Geisser
05. April 2023, 14:32
sport.de
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Viele bekannte Gesichter aus dem deutschen Fußball spielen inzwischen weitgehend unbeachtet von den deutschen Medien im Ausland. Heute im sport.de-Rampenlicht: ein einstiges Top-Talent des FC Schalke 04 und ein BVB-Leihspieler, die peinliche Platzverweise kassierten.

Die Geschichte von Max Meyer ist weitläufig bekannt und schnell erzählt: In jungen Jahren stieg der Offensivspieler in den Reihen des FC Schalke 04 schnell zur Stammkraft und zum Versprechen auf eine goldene Zukunft auf - dann kam der Knall! 

2018 endete Meyers Vertrag auf Schalke, der damals 22-Jährige entschied sich für einen Abschied, bezichtigte in einem Interview mit der "Bild" die Vereinsführung der Knappen des Mobbings und wechselte schließlich ablösefrei in zu Crystal Palace in die englische Premier League.

Dass sein Berater Roger Wittmann den Youngster im Verlauf der Verhandlungen das Prädikat "Weltklassespieler" verlieh, lässt sich Meyer selbst nicht anlasten, erwies sich aber als tonnenschwerer Rucksack, der Meyer letztlich in London, so wie später beim 1. FC Köln (Rückrunde 2020/21), bei Fenerbahce (Hinrunde 2021/22) und dem FC Midtjylland in Dänemark (Rückrunde 2021/22) ausbremste.

Vom FC Schalke 04 in die Schweizer Super League

Statt "Weltklasse" heißt Meyers Realität seit dem Sommer 2023 Schweizer Super League, wo er mit dem FC Luzern im Mittelfeld der Tabelle rangiert. Dass es derzeit nicht zu mehr reicht, liegt auch am Ergebnis des vergangenen Wochenendes, als Luzern eine Last-Minute-Pleite gegen den FC Sion kassierte.

Während Sion um den einstigen italienischen Nationalspieler Mario Balotelli, den Ex-Wolfsburger Giovanni Sio und den ehemaligen Frankfurt-Keeper Heinz Lindner dank des Dreier den letzten Platz der Tabelle verlassen konnte, verpasste Luzern den Sprung auf Rang drei.

Meyer muss sich gefallen lassen, als einer der Hauptdarsteller der unrühmlichen Niederlage bezeichnet zu werden. Der 27-Jährige erwies seinen Mannen in der 64. Minute einer hitzigen Partie einen Bärendienst, als er eine Gelbe Karte gegen sich mit hämischen Applaus quittierte und postwenden Gelb-Rot sah. Der "Blick" kürte Meyer (23 Spiele/10 Tore/3 Vorlagen in der laufenden Saison) für die "oberdämliche Aktion" zum "Schlechtesten" der Partie.

BVB-Leihgabe kassiert Platzverweis - und spielt nicht einmal

War Meyers Reaktion "oberdämlich", müssen für das Verhalten eines ehemaligen BVB-Spielers wohl neue Superlative geschaffen werden: Der Brasilianer Reinier, der von 2020 bis 2022 zwei überschaubar erfolgreiche Jahre auf Leihbasis für den BVB spielte, ist derzeit von Real Madrid an den FC Girona verliehen. 

Dem Umstand, dass er erneut weit von einem Stammplatz entfernt ist, dürfte der 21-Jährige mit seinem Verhalten am 01. April weitere Nahrung verliehen haben. Beim 2:1-Sieg gegen Espanyol Barcelona kassierte der Offensivspieler einen Platzverweis, ohne überhaupt auf dem Rasen gestanden zu haben.

Als Coach Míchel den Youngster zum Aufwärmen schickte, soll dieser einen Schiedsrichterassistenten "Mundo Deportivo" zufolge als "schrecklich" und "sehr, sehr schlecht" bezeichnet haben. Die logische Folge: Rot am Spielfeldrand und ein heftiger Rüffel des Trainers.

"Reinier muss sich in diesem Punkt bessern. Ich wollte ihn einwechseln, weil er ein guter Spieler ist und den Unterschied ausmachen kann, aber er hat einen Fehler gemacht. Wir werden ihn im Verein bestrafen", so Míchel auf der PK nach dem Spiel. 

Not amused dürfte man derweil auch in Madrid sein, wo man 2020 satte 30 Millionen in die Dienste des Talents investierte - aktuell spricht allerdings einiges gegen die ganz große Karriere.

Marc Affeldt

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