Der Super Bowl hat auch in diesem Jahr wieder Millionen von Football-Fans auf der ganzen Welt begeistert. Ein Experte rät der NFL nun, noch mehr Profit aus ihrem Schlagschiff zu schlagen – zum Leidwesen der Anhänger?
Dem ehemaligen ESPN-Präsidenten John Skipper ist nicht entgangen, dass den Super Bowl 2023 und den 38:35_Sieg der Kansas City Chiefs gegen die Philadelphia Eagles im Durchschnitt 113 Millionen Menschen im TV verfolgten.
Die schier grenzenlose Popularität des Großevents brachte den Manager auf eine Idee. "Wenn das halbe Land dein Spiel anschaut und sie es kostenlos ansehen, wie viele dieser Leute würden dann eine große Geldsumme bezahlen, um das Spiel zu sehen?", fragte Skipper im Podcast "The Big Suey Podcast".
Der frühere Vorstandsvorsitzende der DAZN Group glaubt, dass den letzten Super Bowl knapp die Hälfte aller US-amerikanischen Haushalte geschaut hat.
"Wenn nur ein Viertel von ihnen bereit wäre, 20 Dollar für eine Party in ihrem Haus zu zahlen, würde es Ihnen immer noch Milliarden von Dollar für ein einziges Spiel bringen und das ist der beste Weg, den ich mir für die NFL vorstellen kann", sagte Skipper.
Ein exklusiver Super Bowl löst ein großes NFL-Problem
Der TV-Macher ist davon überzeugt, dass die NFL nicht mehr lange um eine stärkere Monetarisierung des Super Bowl herumkommen wird, wenn sie höher Profite einfahren will.
"Um ihre jährlichen Einnahmen für ihre Vereine zu erhöhen, muss der Super Bowl zu einem Pay-per-view-Event gemacht werden", erklärte der frühere ESPN-Chef.
In seinen Augen braucht die Liga diesen großen Schritt keineswegs zu scheuen. Das Risiko bliebe überschaubar. "50 Prozent des Landes wollen nicht außen vor bleiben", ist sich Skipper sicher.
Der diesjährige Super Bowl war mit seinen durchschnittlich 113 Millionen Zuschauern die drittgrößte TV-Show aller Zeiten. Getoppt werden diese Zahlen nur noch von den Super Bowls der Jahre 2015 (114,4 Mio.) und 2017 (113,7 Mio.).







