Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl hat nach der 0:3-Klatsche gegen RB Leipzig und Ex-Coach Marco Rose gleich mehrere Defizite im Team des BVB ausgemacht.
"Dass Leipzig gerade unter Marco Rose eine hohe Intensität an den Tag legen und klar und zielstrebig hinter die Kette spielen wird, das war uns bewusst. Wir haben es aber nicht verstanden, diese Stärken zu unterbinden", sagte der langjährige Dortmunder Kapitän gegenüber den "Ruhr Nachrichten".
"Es gab zu viele leichte Ballverluste, auch in Räumen, die uns wehgetan haben", kritisierte Kehl und fügte an: "Wir sind schon enttäuscht."
Der BVB hatte im Auswärtsspiel bei den Sachsen eine über weite Strecken enttäuschende Leistung gezeigt. Nicht von ungefähr hagelte es in der sport.de-Einzelkritik zur Partie sechsmal die Note 5 für die Schwarz-Gelben.
Willi Orban (6.), Dominik Szoboszlai (45.) und Amadou Haïdara (84.) hatten die Treffer für RB erzielt.
Sebastian Kehl: Das fehlte dem BVB bei RB Leipzig
"Wir hätten durch einen Sieg einen größeren Abstand zu dem Konkurrenten herstellen und unseren Lauf fortsetzen können. Das haben wir uns aber ehrlich gesagt auch nicht verdient", sagte Kehl.
Der BVB-Manager und Nachfolger von Michael Zorc verwies aber auch auf die zahlreichen Ausfälle, insbesondere in der Offensivabteilung.
"Das Tempo durch die Flügelspieler war sicherlich etwas, was uns gefehlt hat. Da müssen wir nicht drumherum reden", so Kehl.
BVB nur Fünfter - aber punktgleich mit dem FC Bayern
Der BVB war in Leipzig ohne Karim Adeyemi, Donyell Malen, Jamie Bynoe-Gittens und Thorgan Hazard angetreten. Insgesamt fehlen aktuell acht Profis verletzungsbedingt oder erkrankt.
Nach sechs Spieltagen haben die Borussen wenig berauschende zwölf Zähler auf dem Konto. Das Torverhältnis beträgt 8:7.
Das reicht aktuell zu Tabelleplatz fünf - immerhin punktgleich mit dem FC Bayern, der zuletzt dreimal in Folge nicht gewinnen konnte.


























