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Der unvollendete Mittelfeld-Leader

Wie Axel Witsels Stern beim BVB plötzlich verblasste

Axel Witsel wird den BVB im Sommer nach vier Jahren verlassen
Axel Witsel wird den BVB im Sommer nach vier Jahren verlassen
Foto: © IMAGO/Jürgen Kessler
02. Mai 2022, 20:15
sport.de
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Was rund um den BVB seit Monaten wie ein offenes Geheimnis herumgeisterte, wurde am letzten Wochenende auch vom Spieler selbst bestätigt: Axel Witsel wird Borussia Dortmund nach dieser Saison verlassen. War der Mittelfeldmann in seinen ersten Jahren bei den Schwarz-Gelben noch unumstritten, verkam er zuletzt mehr und mehr zum Auslaufmodell. Eine Bilanz. 

Der Auftrag, als Witsel im Sommer 2018 für 20 Millionen Euro Ablöse vom chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian verpflichtet wurde, war eindeutig: Der belgische Nationalspieler sollte einen Umbruch beim BVB einläuten, die Westfalen mit seiner Erfahrung und Mentalität zum langersehnten ersten Meistertitel seit 2012 führen.

"Axel ist ein Spieler mit großer internationaler Erfahrung, der alle Fähigkeiten mitbringt, um das zentrale BVB-Mittelfeld zu prägen: taktisches Verständnis, Zweikampfstärke, Tempo, Kreativität und Mentalität", freute sich BVB-Manager Michael Zorc seinerzeit über den Königstransfer der Dortmunder. Der hatte den Deal übrigens kurz vor Ende der Transferperiode abgewickelt, als sich das Team damals schon im Sommer-Trainingslager befand. 

Große Erwartungen, die der neue Leitwolf im Dortmunder Mittelfeld in seinem ersten Jahr fast perfekt erfüllte. 33 Bundesliga-Einsätze standen 2018/2019 zu Buche, kein anderer Feldspieler des BVB brachte es in dieser Saison auf mehr Einsatzminuten. Auch in der Königsklasse war er der Dauerbrenner für seine Farben.

Witsel bringt dem BVB Stabilität, aber keine Titel

Das einzige, was Witsel in seiner ersten Saison in Dortmund fehlte, war das, wofür er aus China ins Ruhrgebiet transferiert wurde: Titel. Mit starken 76 Punkten landete der BVB in der Bundesliga im ersten Witsel-Jahr nur auf dem zweiten Platz hinter Serienmeister FC Bayern.

Dortmunds Nummer 28 etablierte sich als Passmaschine im Mittelfeld zu einer unverzichtbaren Größe unter dem damaligen Cheftrainer Lucien Favre, galt neben Sechser Thomas Delaney als Aggressive Leader bei der Borussia. 

Auch im zweiten BVB-Jahr hielt Witsel die Zügel des Dortmunder Spiels fest in der Hand, überzeugte mit herausragenden Pass- und Zweikampfwerten. In der Bundesliga galt er als einer der besten Balleroberer überhaupt, war zudem als Anspielstation und Ballverteiler eine absolute Konstante im Spiel der Borussia.

Beim BVB spielte in seinen ersten beiden Jahren niemand mehr Pässe als Witsel, niemand führte mehr Zweikämpfe und niemand lief mehr. 

Das mit großem Aufwand betriebene Spiel des Belgiers kam vor allem beim Dortmunder Anhang besonders gut an. Nicht selten wurden die Aktionen Witsels in der Mittelfeldzentrale mit Sonderbeifall bedacht.

Witsel war in seinen ersten BVB-Jahren unantastbar

Doch die Unantastbarkeit Witsels in der Zentrale des BVB endete jäh, im Januar 2021. Beim 3:1-Auswärtssieg seiner Dortmunder bei RB Leipzig zog er sich die schwerwiegendste Verletzung seiner Karriere zu, Diagnose: Achillessehnenriss. Bis August sollte Witsel danach kein Pflichtspiel mehr für seinen BVB absolvieren.

Seitdem hat sich der Fußball unter dem neuen Cheftrainer Marco Rose in Dortmund weiterentwickelt. Witsel wirkt im Mittelfeld seiner Mannschaft nicht immer glücklich, nicht immer gut aufgehoben.

Gegen den omnipräsenten Jude Bellingham fiel der mittlerweile 33-Jährige deutlich ab, ebenso wie gegen den erstarkten Mahmoud Dahoud, der ihm seinen Stammplatz streitig machte. Zunächst hatte sich Witsel nach seiner Verletzung hatte kämpferisch gezeigt: "Ich habe keine Angst davor, mich beweisen zu müssen."

An seine einstigen Top-Werte kam er aber nicht mehr heran - egal ob Laufleistung, gewonnene Zweikämpfe oder Passquote. Es verstärkte sich immer mehr der Eindruck, dass Witsel ersetzbar geworden ist beim BVB.

Witsel-Gerüchte mit Newcastle oder Juventus

20 Startelf-Einsätze waren es in seinem vierten Jahr im Ruhrgebiet bis zuletzt, immer häufiger fand sich der Routinier auf der Bank wieder. Das Kommando in der Zentrale haben längst andere übernommen. 

Nach Bestätigung seines BVB-Abschieds in zwei Wochen machte Witsel keinen Hehl daraus, dass er über das Ende seiner Zeit bei Borussia Dortmund "sehr traurig" sein werde. 

Der BVB hat für einen seiner Topverdiener (geschätzt 7,5 Millionen Euro pro Jahr) sportlich keine weitere Verwendung mehr. An ein endgültiges Karriereende denkt der 120-malige Nationalspieler selbst aber noch nicht. Die Gerüchteküche brodelt längst. "Nach Belgien gehe ich nicht zurück. Noch nicht", verriet er am Wochenende zumindest.

Gerüchte gab es im Winter bereits mit Newcastle United aus England oder Juventus Turin aus Italien. Auch die MLS könnte für den Mittelfeld-Leader nochmal ein Thema werden.

Als Witsels größter Erfolg in Deutschland steht der DFB-Pokalsieg 2021 mit dem BVB. Er wird die Borussia nach dem Saisonfinale gegen Hertha BSC als verdienter, aber unvollendeter Spieler wieder verlassen.

Mats-Yannick Roth  

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