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Starke Statistiken - und doch nur Mitläufer

Darum sollte der BVB (nicht) mit Axel Witsel verlängern

Axel Witsels Vertrag beim BVB läuft im Sommer aus
Axel Witsels Vertrag beim BVB läuft im Sommer aus
Foto: © Paulo Nascimento via www.imago-images.de
17. Februar 2022, 18:30
sport.de
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Der Vertrag von Axel Witsel bei Borussia Dortmund läuft im kommenden Sommer aus. Die Zeichen stehen auf Trennung, wenngleich der defensive Mittelfeldspieler aktuell eine wichtige Rolle beim BVB einnimmt. Wie sinnvoll wäre es, den Routinier ziehen zu lassen?

Als kleiner Transfer-Coup wurde er gefeiert, zauberte anschließend eine bärenstarke Debüt-Saison aufs Parkett. Beides ist mittlerweile in den Hintergrund gerückt. Axel Witsel steht zwar noch regelmäßig im BVB-Dress auf dem Rasen, insgesamt aber längst auf dem Abstellgleis, so schien es.

Er sei momentan in einer "besonderen Situation", erklärte der Mittelfeldspieler vor dem anstehenden Europa-League-Spiel gegen die Rangers aus Glasgow (ab 18:45 Uhr bei RTL+ und im sport.de-LIVE-Ticker). Damit meinte Witsel ganz klar seine unsichere Zukunft.

Ein Bekenntnis zum BVB ließ er ebenso offen wie eine klare Tendenz in Richtung Transfer: "Ich konzentriere mich auf die Spiele, die vor uns liegen. Es ist wichtig für mich, die Saison gut zu beenden und dann werden wir sehen." Wohin geht die Reise des 33-Jährigen? Eine Abwägung.

  • Darum sollte der BVB mit Axel Witsel verlängern

In puncto Pass- und Zweikampfquote macht dem Regisseur nach wie vor kein anderer BVB-Mittelfeldspieler etwas vor. 96 Prozent seiner Pässe bringt der Belgier an den Mann, besser ist in der Bundesliga keiner. Spieler wie Emre Can (88 Prozent), Jude Bellingham (85) oder Mahmoud Dahoud (81), mit denen sich der belgische Nationalspieler mannschaftsintern messen muss, hinken etwas hinterher.

Auch Witsels Zweikampfwerte (58 Prozent gewonnene Duelle) lesen sich im Vergleich zu Can (55), Bellingham (51) und Dahoud (49) nach wie vor sehr gut. Dass der Belgier seine anfängliche Torgefahr eingebüßt hat: in diesem Fall geschenkt. Im bevorzugten 4-3-3-System von Trainer Marco Rose agiert der BVB mit nur einem klarem Sechser. Diesen Posten bekleidet Witsel, dessen Hauptaugenmerk auf der defensiven Stabilität liegt.

So analysiert auch der Belgier seine eigene Rolle: "Ich bin nicht der offensivste Mittelfeldspieler, aber ich denke, es ist wichtig, ein Gleichgewicht im Zentrum zu haben. Das ist nicht nur für unsere Verteidiger, sondern für das gesamte Team wichtig."

Gerade mit seiner Ruhe am Ball bringt Witsel eine wichtige Komponente mit, die seinen Mannschaftskameraden im zentralen Mittelfeld (noch) abgeht. Dass der Rechtsfuß nach wie vor für die richtige Balance sorgen kann, zeigte seine Vorstellung beim souveränen 3:0-Sieg bei Union Berlin (sport.de-Note 2,0). In Normalform gilt der erfahrene Akteur außerdem als wichtige Orientierungs-Stütze für BVB-Talente.

  • Darum sollte der BVB nicht mit Axel Witsel verlängern

Vor etwas mehr als einem Jahr riss sich der 33-Jährige die Achillessehne. Sechs Monate musste der Belgier anschließend pausieren, seitdem sucht er seine Form - darüber können auch die Pass- und Zweikampfstatistiken nicht hinwegtäuschen.

Größter Anstoßpunkt der Kritik: Witsel fehlt es an Geschwindigkeit. Der Belgier sprintet nicht mehr so schnell und nicht mehr so frequentiert wie noch in den Jahren zuvor. So verschleppt er immer häufiger das Tempo im Spiel des BVB.

Statt risikoreicher Pässe in die Schnittstellen spielt der 120-fache Nationalspieler meist nur quer. Kurzum: Der einstige Unterschiedsspieler entwickelte sich mehr und mehr zum Mitläufer. Dazu gesellen sich bis dato absolut desolate Vorstellungen wie etwa beim peinlichen Pokal-Aus gegen St. Pauli (sport.de-Note 5,0).

Im Rose-System mit nur einem Sechser dürfte Witsel auch in Zukunft gegenüber dem spielstärkeren Dahoud das Nachsehen haben. Erst die Umstellung auf ein 4-2-3-1 und damit auf eine Doppelsechs (wie zuletzt bei Union) bringen Witsels Stärken besser zur Entfaltung. Es scheint, als sei lediglich eine dauerhafte Systemänderung die Rettung für den BVB-Routinier.


Mehr dazu: So könnte der BVB gegen die Rangers spielen


Ein weiterer Grund für die bislang ausgebliebene Vertragsverlängerung ist wohl das fürstliches Gehalt des Mittelfeldspielers. 7,5 Millionen Euro kassiert der Oldie nach Angaben von "Bild" pro Jahr. Ein weiteres Jahr in schwarz-gelb würde für den Tabellenzweiten zum kostspieligen Unterfangen werden, es sei denn beide Seiten einigen sich auf geringere Bezüge.

Zunächst einmal kommt es im Hier und Jetzt weiter auf Axel Witsel an. Da Emre Can gesperrt fehlt, bekommt er gegen die Rangers in der Europa League die Möglichkeit, seine zuletzt guten Leistungen zu bestätigen. 

Tom Kühner

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