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Viertes Jahr in Liga zwei nach Blamage gegen Osnabrück

"Enttäuschung ist groß": HSV-Aufstiegstraum erneut geplatzt

Der HSV muss ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga spielen
Der HSV muss ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga spielen
Foto: © nordphoto GmbH / Treese via www.imago-images.de
16. Mai 2021, 20:13

Der Hamburger SV hat erneut den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga verpasst - daran änderte auch Hoffnungsträger Horst Hrubesch nichts.

Horst Hrubesch nahm seine niedergeschlagenen Spieler in die Arme, doch auch der Trost der großen HSV-Ikone half nichts. Nach dem erneut geplatzten Aufstiegstraum herrschten beim Hamburger SV Frust und tiefe Enttäuschung. Die 2:3 (1:1)-Blamage beim Abstiegskandidaten VfL Osnabrück bedeutet für den einst so stolzen Bundesliga-Dino das vierte Jahr in Folge Zweitklassigkeit. "Natürlich tut das weh", sagte Hrubesch bei "Sky".

Der große Hoffnungsträger legte aber auch den Finger in die Wunde. "Wenn man so ein Spiel angeht, musst du mehr leisten. So etwas muss man sich auch verdienen. Am Ende des Tages müssen wir uns hinterfragen. Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass wir unbedingt gewinnen wollten", sagte Hrubesch.

Auch bei Sportvorstand Jonas Boldt war "die Enttäuschung groß". Die Gegentore habe man "zu leicht bekommen". Das sei "sinnbildlich für die Saison", sagte Boldt und bemängelte die Niederlagen gegen "die Mannschaften von unten".

Boldt: HSV wird "erneuten Anlauf nehmen"

Die Tore von Robin Meißner (37.) und Tim Leibold (82.) waren zu wenig, um die letzte Chance auf den Relegationsrang zu erhalten. Das letzte Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig ist nach nur vier Siegen in den bisherigen 16 Rückrundenspielen bedeutungslos. "Wir werden Luft holen und einen erneuten Anlauf nehmen", sagte Boldt.

Osnabrück verbesserte sich hingegen nach zuvor 13 Heimniederlagen in Folge durch die Treffer von Christian Santos (34.), Maurice Multhaup (60.) und Marc Heider (84.) auf Relegationsrang 16 und hofft wieder auf den Klassenerhalt.

Der HSV fand nur schwer ins Spiel. Die Leichtigkeit vom Sieg gegen den 1. FC Nürnberg (5:2) war verflogen. Gegen kampfstarke Gastgeber hatten die Hamburger zwar viel Ballbesitz, es mangelte aber an Tempo und Ideen. So dauerte es bis zur 23. Minute, ehe Simon Terodde zur ersten guten Chance kam. Der Torjäger scheiterte aber an VfL-Schlussmann Philipp Kühn und verpasste seinen 23. Treffer.

Als Weckruf diente den Gästen diese Szene zunächst nicht. Beim Führungstreffer der Osnabrücker agierte die HSV-Defensive viel zu passiv. Santos köpfte aus kurzer Distanz ein. Die Hamburger zeigten aber eine Reaktion. Meißner traf aus der Distanz zum Ausgleich, Kühn machte dabei keine gute Figur.

Doch der Ausgleich verlieh dem Favoriten keine Sicherheit. Torhüter Sven Ulreich verhinderte gegen Ulrich Taffertshofer den erneuten Rückstand (48.), gegen Multhaup war der ehemalige Bayern-Schlussmann dann aber chancenlos. Der HSV gab aber nicht auf. Doch nach dem erneuten Ausgleich durch Leibold zerstörte Heider endgültig den Aufstiegstraum der Hanseaten - nach dem Schlusspfiff sanken die Spieler zu Boden.

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