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Blutleere Leistung und Fan-Wut

Schalke versinkt nach Abstieg im Chaos

Bittere Stunden für Klaas-Jan Huntelaar und den FC Schalke 04
Bittere Stunden für Klaas-Jan Huntelaar und den FC Schalke 04
Foto: © Ulrich Hufnagel via www.imago-images.de
21. April 2021, 12:13

Der FC Schalke 04 steigt zum vierten Mal aus der Bundesliga ab, bei der Rückkehr aus Bielefeld attackieren Fans die Mannschaft - und Trainer Dimitrios Grammozis geht erstmals öffentlich mit seinen Spielern ins Gericht.

Am Ende flüchteten die Schalker Absteiger vor ihren eigenen Fans. Drei Stunden nachdem der abgestürzte Traditionsklub seine allerletzte Mini-Chance auf den Bundesliga-Verbleib verspielt hatte, entlud sich die Wut der Anhänger.

Bei der Rückkehr aus Bielefeld flogen aus einer Gruppe von mehr als 500 Fans Eier, Profis sprinteten davon, die Polizei musste einschreiten.

"Die Spieler sind weggerannt, unsere Hundertschaft hat eingegriffen", bestätigte Polizeisprecher Matthias Büscher dem "SID".

Ein Handy-Video aus der Nacht zeigte regelrechte Jagdszenen an der Veltins-Arena. Schalke 04 ist nach einem beispiellosen Absturz an einem historischen Tiefpunkt angelangt - niedergeschlagen, gedemütigt, zerstritten.

FC Schalke 04: Tränenreiches Statement von Gerald Asamoah

"Ich bin über 20 Jahre in diesem Verein. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es irgendwann so weit kommt", sagte Gerald Asamoah, Schalker Urgestein und aktuell Lizenzspieler-Koordinator, nach dem 0:1 (0:0) bei Arminia Bielefeld mit Tränen in den Augen am "Sky"-Mikrofon: "Ich kann mir vorstellen, wie viele Schalker vor dem Fernseher sitzen und weinen. Wir haben alle enttäuscht."

Der Ex-Nationalspieler, mit den Königsblauen "Meister der Herzen", Pokalsieger und Europapokal-Stammgast, war nach dem vierten Abstieg in der Vereinsgeschichte einer der wenigen, die ihre Emotionen zeigten. Auch Ersatzspieler Timo Becker, schon als kleiner Junge Schalke-Fan und erst vor vier Monaten aus dem Regionalliga-Team befördert, weinte bittere Tränen der Enttäuschung - einsam auf der Bank.

Seine Teamkollegen waren schon längst in der Kabine verschwunden - wie nach einer x-beliebigen Niederlage, fast ohne Anzeichen dafür, dass ihnen der Schlussakt eines unvergleichlichen Fußball-Dramas irgendwie nahe ging. Die, die sich seit über einem Jahr eingeredet hatten, ihre Qualität sei zu hoch für den Abstiegskampf, wollten nichts mehr sagen. Nachdem sie den Kampf überhaupt nicht aufgenommen hatten. Das Bild, das die zusammengekaufte Mannschaft in der Stunde des Abstiegs abgab, war noch verheerender als ihre Leistungen.

Dimitrios Grammozis kritisiert indirekt die Einstellung der Spieler

Nach nur zwei Bundesliga-Siegen in 15 Monaten, 21 Saisonniederlagen, so vielen wie nie zuvor in der Klubhistorie, und dem endgültigen Aus schon vier Runden vor Schluss stellte deshalb nicht nur Asamoah die Charakterfrage. "Wenn du Tabellenletzter bist und 13 Punkte hast - und einer sagt, er hätte alles gegeben, dann weiß ich nicht, was ich mit dem machen würde", sagte er: "Die Farben von Schalke zu tragen, bedeutet viel, und es stellt sich die Frage, ob das alle verstanden haben."

Auch Trainer Dimitrios Grammozis, der bislang immer seine Spieler in Schutz genommen hatte, kritisierte erstmals deren Einstellung - wenn auch nur indirekt. "Wir müssen schauen, dass wir wieder Jungs für den Verein gewinnen, die das Emblem würdig tragen", sagte der fünfte Schalker Coach der Saison, der den Neuaufbau in der zweiten Liga leiten soll, "die wissen, was Schalke ist, worauf sie sich einlassen und was die Anforderungen sind." Er wolle "eine Mannschaft auf den Platz stellen, auf die die Fans wieder stolz sein können".

Vielleicht auch eine, in der jemand einen weinenden Mitspieler tröstet. Am Dienstagabend auf der Alm nahm Bielefelds Trainer Frank Kramer den untröstlichen Becker in den Arm.

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