FC Bayern in Sorge: Lewandowski verletzt, Goretzka verletzt, Gnabry in Quarantäne. Solche Ausfälle - siehe das Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain - steckt nicht einmal der Luxuskader des des deutschen Rekordmeisters spurlos weg.
Dass beim 3:2-Sieg in Wolfsburg trotzdem niemand einen der vielen fehlenden Stars vermisste, lag vor allem an einem Spieler: Jamal Musiala, 18 Jahre jung, die Zukunft des Klubs - und seit Samstag auch der jüngste "Doppelpacker" in der erfolgreichen Bundesliga-Historie des deutschen Rekordmeisters.
Wie gut Musiala an diesem Nachmittag drauf war, zeigt allein die Tatsache, dass er eines seiner beiden Tore in der 15. und 37. Minute per Kopfball erzielte. Das ist ansonsten einer der Aspekte, die er an seinem mitunter spektakulären, vor allem für seine 18 Jahre aber schon beachtlich reifen Spiel noch verbessern kann.
"Mich hat sein Kopfballtor enorm gefreut. Er war diese Woche mit Hermann Gerland am Kopfballpendel", sagte Trainer Hansi Flick. "Das war heute sein Sahnestück, das er da ausgepackt hat. Sein bester Kopfball, den ich gesehen habe."
Musialas Entwicklung zählt zu den Dingen, bei denen es mal keinen Dissens zwischen Noch-Trainer Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic gab.
Raketenhafter Aufstieg beim FC Bayern
Freilich sieht Flick bei seinem Schützling weiter Luft nach oben. "Es gibt sicher noch das eine oder andere, dass er dazulernen kann", stellte der scheidende Coach klar.
Zugleich weiß der 56-Jährige um die Vorzüge Musialas, der einen raketenhaften Aufstieg hingelegt hat. Zu den größten Stärken des Teenagers zählten "seine Dribblings im Eins-gegen-eins, wenn es eng wird. Da hat er immer den Kopf oben", lobte Flick und ergänzte: "Er kann eine Abwehr immer um- oder überspielen."
Im März gab Musiala sein Debüt in der DFB-Elf. Sein nächstes Ziel ist die EM in diesem Sommer - dann noch mit Bundestrainer Joachim Löw.


























