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Kohfeldt: "Es war ein Kampfspiel"

Florian Kohfeldt von Werder Bremen sah ein umkämpftes Spiel
Florian Kohfeldt von Werder Bremen sah ein umkämpftes Spiel
Foto: © Ulrich Hufnagel via www.imago-images.de
10. März 2021, 22:16

Die wichtigsten Stimmen zum Nachholspiel des 20. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Arminia Bielefeld und dem SV Werder Bremen bei "Sky".

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "Es war ein Kampfspiel. Das lag aber auch am Platz. Es war sehr schwer, Fußball zu spielen. Trotzdem war die Arminia insgesamt die etwas bessere Mannschaft. Das muss man schon sagen. In den ersten 45 Minuten war die Arminia ganz sicher die deutlich bessere Mannschaft, aber in der zweiten Halbzeit waren wir leicht besser."

... zu seinem Spielstil: "Ich würde total gerne ganz anderen Fußball spielen. Aber die höchste Pflicht des Trainers ist es, die Mannschaft so einzustellen, dass man Punkte sammelt. Das haben wir in diesem Jahr bisher sehr konstant getan."

... zur Roten Karte für Bielefeld: "Es ist ein hartes Foul, aber wenn er erst auf Gelb entscheidet, dann würde ich als Bielefeld-Trainer jetzt sagen: Da kann er auf gar keinen Fall rausgehen. Für mich ist es zwar auch ein sehr, sehr hartes Foul, aber ich hätte Gelb stehen lassen, wenn er zuerst so entscheidet."

Marco Friedl (SV Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "In der ersten Halbzeit war es offensiv ein schwaches Spiel von uns. Gegen den Ball haben wir ganz ordentlich verteidigt, aber trotzdem ein paar Chancen zugelassen. Zur Halbzeit haben wir gesagt, dass es 0:0 steht, dass alles okay ist und dass wir eine bessere zweite Halbzeit spielen und mehr über das Positionsspiel kommen müssen. Das haben wir dann gemacht."

... zum Abstiegskampf: "Wir wussten, was auf dem Spiel steht und wie wichtig diese Partie ist. Gegen Köln haben wir Big Points liegen lassen, aber wir wussten, dass wir den Abstand vergrößern und einen riesigen Schritt machen können."

Maximilian Eggestein (SV Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "Wir haben zur Halbzeit ein paar Umstellungen vorgenommen und das System gewechselt. Das war letztlich der Schlüssel, um besser mit dem Ball zu spielen und auch ohne den Ball besseren Zugriff zu haben. In der zweiten Halbzeit hätten wir die Konter noch ein bisschen besser ausspielen können."

... zur Frage, wie wichtig der Sieg im Abstiegskampf ist: "Sehr wichtig. Jetzt haben wir elf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wir haben es in der eigenen Hand. Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung."

... zum Bielefelder Platzverweis: "Er macht es auf gar keinen Fall mit Absicht und will klar zum Ball. Er trifft ihn natürlich unglücklich. Wenn es auf unserer Seite gewesen wäre, hätte ich gesagt, dass Rot ein bisschen hart ist."

Clemens Fritz (Leiter Scoutingabteilung SV Werder Bremen): "Das Tor kurz nach der Halbzeit hat uns in die Karten gespielt. Das ist das, was wir auch in der ersten Halbzeit schon umsetzen wollten: schnell mit ein, zwei Kontakten in die Tiefe kommen. Aber die Bielefelder haben das im ersten Durchgang wirklich gut gemacht. Es war das erwartet schwierige Spiel."

Fabian Kunze (Arminia Bielefeld) ...

... zum Spiel: "In der ersten Halbzeit haben wir einen riesigen Fight abgeliefert, werden dann aber nicht belohnt. Das ist bitter, aber so ist es halt. Wir müssen weiter daran arbeiten und dann werden wir auch wieder Punkte holen."

... zur Roten Karte für Nathan de Medina: "Das mit dem Videoassistenten ist ein Thema für sich. Da gab es in dieser Saison genügend strittige Szenen. Deshalb ist es schwer, da jetzt einen Kommentar abzugeben. Aber mit ein bisschen Fingerspitzengefühl ist eine Rote Karte da nicht zwingend nötig."

Frank Kramer (Trainer Arminia Bielefeld) ...

... zum Spiel: "Der Gegner war gnadenlos effizient und wir haben genau diese Qualität vermissen lassen. Wir haben ein wirklich ordentliches Spiel gemacht, hatten viele Abschlüsse. Wir hatten genug Chancen, um die Nase nach vorne zu bringen. Dann ist es ein anderes Spiel, aber so läufst du immer Gefahr, dass du mal einen Gegner in den Rücken kommen lässt. Die Tore sind auch extrem unglücklich zu Stande gekommen. Aber eine Mannschaft, die sich in anderen Fahrwassern bewegt, ist dann halt da."

... zum Platzverweis: "Der Schiedsrichter steht daneben und entscheidet sich, weil er sehr erfahren ist, für Gelb. Da dann einzuschreiten und zu sagen, es sei eine ganz klare Fehlentscheidung, weil es eine Rote Karte sei - da habe ich wenig Verständnis. Es war ein klarer Kampf um den Ball, da war keine Absicht dabei, irgendwen zu verletzen. Für mich war es keine klare Fehlentscheidung."

... zur Lage im Tabellenkeller: "Die Situation hat sich nicht verändert. Wenn wir gepunktet hätten, hätten wir die Lage verbessern können. Jetzt ist die Lage halt gleich. So unglücklich kann man schon mal verlieren. Wenn man immer so viel investiert, so geordnet spielt und sich immer so viele Möglichkeiten erspielt, dann wird man sich belohnen. Wir müssen einfach voll auf dem Gaspedal bleiben. Dann kann man das Glück auch erzwingen."

Manuel Prietl (Arminia Bielefeld) ...

... zum Spiel: "Wir sind natürlich enttäuscht. Wir wollten mindestens einen Punkt mitnehmen. Das haben wir nicht geschafft. Wir haben sehr gut begonnen, ein gutes Spiel abgeliefert und waren voll da. Dann haben wir es versäumt, die Tore zu machen, die Chancen waren da. Aber Bremen ist eine abgezockte Bundesligamannschaft. Da reicht eine Unachtsamkeit und dann waren sie mit 1:0 in Führung. Mit dem 0:2 direkt nach der Roten Karte war es dann natürlich schwierig. Aber selbst danach hatten wir noch ein, zwei Dinger, um nochmal ranzukommen."

... zur Handschrift des neuen Trainers: "Man hat in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir ein bisschen was umgestellt haben und dass wir mehr auf die zweiten Bälle gehen. Wir waren sehr griffig und haben in der ersten Halbzeit viele Zweikämpfe gewonnen. Wir müssen das Positive daraus ziehen und das, was nicht so gut ist, analysieren und in den nächsten Wochen besser machen. Wir dürfen die Köpfe nicht in den Sand stecken."

Samir Arabi (Geschäftsführer Sport Arminia Bielefeld) ...

... zur bisherigen Arbeit von Neu-Trainer Frank Kramer (in der Halbzeitpause): "Es geht um eine generelle Entwicklung. Er hat jetzt einige Tage mit der Mannschaft gearbeitet. Wir wollten einen kurzfristigen Impuls setzen. Langfristig ist es unser Ziel, unsere Top-Talente weiter zu integrieren, ohne so naiv zu sein, zu glauben, dass wir nächstes Jahr mit elf U19-Spielern spielen. Egal, in welcher Liga wir spielen. Den Weg wollen wir konsequent gehen. Das ist eine Entwicklung, das geht nicht von heute auf morgen. Kurzfristig wollen wir unser großes Ziel erreichen, in der Liga zu bleiben."

... zu den Ansprüchen von Arminia Bielefeld (in der Halbzeitpause): "Es ist vermessen, wenn wir sagen, wir sind dauerhaft ein Erstligist. Vor einigen Jahren hat der SC Freiburg vorgemacht, dass es auch immer mal wieder den Weg in die zweite Liga geben kann. Dann muss man wieder neu Anlauf nehmen. Es kann auch mal sein, dass es ein zweites oder drittes Jahr gibt, weil wir eine neue Mannschaft aufbauen und entwickeln müssen. Aber wer einmal da oben war, würde dort auch sehr gerne bleiben."

... zu Fußball während Corona-Zeiten (in der Halbzeitpause): "Man will den Menschen am Wochenende im Stadion Freude bereiten. Das ist der Antrieb, weshalb man das macht. Das gibt den Jungs und auch uns den gewissen Kick, das treibt uns an. Das ist gerade für uns traurig, wenn man so lange darauf hingefiebert hat, in der Bundesliga dabei zu sein."

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