Suche Heute Live
Bundesliga
Artikel teilen

Bundesliga
Fußball
(M)

Berliner behalten sich rechtliche Schritte vor

Preetz zu Klinsmann-Vorwürfen: "Widerlich und unverschämt"

Michael Preetz fand auf der Pressekonferenz von Hertha BSC deutliche Worte
Michael Preetz fand auf der Pressekonferenz von Hertha BSC deutliche Worte
Foto: © Matthias Koch via www.imago-images.de
26. Februar 2020, 19:29
sport.de
sport.de

Die beispiellose Abrechnung mit Hertha BSC in einem Tagesprotokoll für Jürgen Klinsmann lässt die Berliner endgültig in eine Schlammschlacht mit ihrem Kurzzeit-Trainer versinken.

In dem internen Papier werden dem Fußball-Bundesligisten "Lügenkultur" und "katastrophale Versäumnisse" unterstellt. Inwiefern Klinsmann das Protokoll in Auftrag gegeben oder autorisiert hat, blieb zunächst unklar. Es soll sich um ein internes Papier für den Ex-Coach und dessen Partner handeln, das geleakt worden sein soll. Die Klinsmann-Seite wollte sich auf Anfrage der "dpa" nicht weiter dazu äußern.

Hertha-Präsident Werner Gegenbauer sprach in einer scharfen Reaktion auf das von der "Sport Bild" in Auszügen veröffentlichte Dokument von "schäbigen Anschuldigungen". Manager Michael Preetz bezeichnete die Attacken als "perfide und unwürdig". Hertha behalte sich rechtliche Schritte vor, da der Verein Schaden genommen habe, sagte Preetz.


Mehr dazu: So urteilt Jürgen Klinsmann über den Hertha-Kader


In der vertraulichen Bestandsaufnahme und Analyse erhebt die Klinsmann-Seite massive Vorwürfe gegen den Hauptstadt-Klub und allen voran gegen Sport-Geschäftsführer Preetz. Dieser betonte sichtlich verärgert, bei der Hertha seien die Darstellungen mit großer Betroffenheit zur Kenntnis genommen worden. Er selbst halte das aus, verurteile die Anschuldigungen aber aufs Schärfste. Trainer Alexander Nouri, den Klinsmann während seines 77-Tage-Engagements als Assistent geholt hat, beteuerte: "Ich habe davon nichts gewusst."

Ärger wie dieser hatte der abstiegsgefährdeten Hertha nach dem desaströsen 0:5 zuhause am vergangenen Samstag in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln gerade noch gefehlt. Mit seiner Art Tagebuch, das er für sich und seinen Partner anfertigen ließ, sorgte Klinsmann für den wohl finalen Tiefpunkt der brachial gescheiterten Zusammenarbeit mit dem selbst ernannten Big City Club der Zukunft.

Bei der Übernahme der Mannschaft sei diese in einem "katastrophalen Zustand" gewesen, hieß es unter anderem in dem Protokoll. Und auch das: "Der Klub wäre ohne den Trainerwechsel Ende November direkt in die 2. Liga abgestiegen, weil er auf diese Situation gar nicht vorbereitet ist."

Gegenbauer reagiert mit Brief an die Mitglieder

Klinsmann wollte Ralf Rangnick holen, dieser wollte nach Angaben in der 22-seitigen Arbeitszusammenfassung aber nicht mit Preetz arbeiten. Weitere Anschuldigungen gegen den Geschäftsführer folgten. Gegen Ende kam der bislang unbekannte Autor zu dem Schluss, dass die Geschäftsleitung sofort komplett ausgetauscht werden müsse.

Hertha-Präsident Gegenbauer reagierte in einem Brief an die Mitglieder. Auf die Vorwürfe im einzelnen will der Verein gar nicht eingehen, "da sie entweder falsch oder einfach nur unsinnig sind", schrieb Gegenbauer. "Eines müssen wir aber deutlich anmerken: die schäbigen Anschuldigungen gegen die Mitarbeiter der Abteilungen Medizin und Medien weisen wir entschieden zurück."

Die medizinische Betreuung sei beispielsweise "ohne jegliche Dynamik, zerstritten, inkompetent, den Anforderungen des modernen Profifußballs nicht gewachsen". Man versuche ständig, Spieler krank oder verletzt zu reden, "damit die eigene Wichtigkeit unterstrichen wird", heißt es in dem Schreiben.

Auch Preetz ging auf die Attacken auf die beiden Abteilungen explizit ein. Mit ruhiger Stimme wies er sie "aufs Schärfste" zurück und sprach von "gleichermaßen widerlichen wie unverschämten Angriffen". Der 52 Jahre alte ehemalige Mittelstürmer betonte zudem, dass Klinsmann die Anschuldigungen selbst während seiner Zeit in Berlin nicht geäußert habe.

Hertha gab im Winter 80 Millionen Euro für neue Spieler aus

Für Hertha seien weder der Inhalt des Schreibens noch die Art und Weise des Vorgehens seitens Klinsmanns und seiner Berater André Gross und Roland Eitel nachvollziehbar, unterstrich Gegenbauer. "Schon der Rücktritt von Jürgen Klinsmann via Facebook Post und auch der Versuch der Einordnung seiner Entscheidung einen Tag später via aufgezeichnetem Facebook-Video stehen aus unserer Sicht für sich und bedürfen keines weiteren Kommentars", schrieb der Hertha-Präsident. Nun dürfe der Klub Zeuge sein, wie der Coach "abermals versucht, mit absurden Behauptungen seinen Rücktritt zu rechtfertigen".

Klinsmann war zunächst in den Aufsichtsrat von Hertha für Investor Lars Windhorst eingezogen. Am 27. November vergangenen Jahres übernahm Klinsmann nach der Trennung von Ante Covic den Trainerposten. Was folgte, waren sportlich gesehen drei Siege, drei Remis und drei Niederlagen in der Liga sowie das Ausscheiden im Achtelfinale des DFB-Pokals.

In der Winterpause ging Klinsmann auf Shopping-Tour und ließ für knapp 80 Millionen Euro neue Spieler verpflichten. Am 11. Februar erklärte er sein Engagement völlig überraschend wieder für beendet und stürzte den Verein nach ohnehin schon turbulenten Wochen und Monaten ins Chaos.

Schon bei seinem Engagement 2008/09 beim FC Bayern München war er vor Ablauf der Saison gescheitert. Fehler, die Klinsmann in seiner kurzen Zeit gemacht haben könnte, wurden in dem bemerkenswerten Protokoll nicht thematisiert.


Hier gibt es die Pressekonferenz von Hertha BSC im Video:

 

19. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
0
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
0
15:30
Sa, 24.01.
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
0
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
0
15:30
Sa, 24.01.
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
0
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
0
15:30
Sa, 24.01.
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
0
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
0
15:30
Sa, 24.01.
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
0
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
0
15:30
Sa, 24.01.
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
0
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
0
15:30
So, 25.01.
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
0
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
0
17:30
So, 25.01.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern18162071:145750
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB18116135:171839
3TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim17103435:211433
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart18103533:26733
5RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig17102533:24932
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen1792634:25929
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt1876538:39-127
8SC FreiburgSC FreiburgFreiburg1866629:31-224
91. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin1866624:27-324
101. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln1855827:30-320
11Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach1855823:29-620
12VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg1854927:38-1119
13SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder1746721:34-1318
14Hamburger SVHamburger SVHamburger SV1745817:27-1017
15FC AugsburgFC AugsburgAugsburg18441020:35-1516
161. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim18341117:39-2213
171. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0518261018:31-1312
18FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli17331116:31-1512
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg
  • M = Meister der Vorsaison
  • N = Aufsteiger
  • P = Pokalsieger der Vorsaison
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenHarry Kane621
2FC Bayern MünchenMichael Olise010
VfB StuttgartDeniz Undav010
4FC Bayern MünchenLuis Díaz09
Bor. MönchengladbachHaris Tabakovic09
    * Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.