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Riesiger Hype in Italien

Bayern-Legende Ribéry erklärt Wechsel nach Florenz

Nicht nur bei den Bayern-Fans beliebt: Franck Ribéry
Nicht nur bei den Bayern-Fans beliebt: Franck Ribéry
Foto: © Alexander Hassenstein, getty
21. August 2019, 14:46

Der italienische Fußball-Erstligist AC Florenz hat wie erwartet den ehemaligen Bayern-Star Franck Ribéry verpflichtet. Der 36 Jahre alte Flügelspieler erhält bei der Fiorentina einen Zweijahresvertrag.

Ribéry-Mania am Flughafen di Firenze Peretola: Als Franck Ribéry im lässigen T-Shirt in der Vereinsfarbe violett und lila-weißem Klubschal um den Hals am Mittwochvormittag um 11:10 Uhr die Empfangshalle betrat, strahlte der Franzose im Blitzlichtgewitter der Fotografen mit der Sonne um die Wette.

Über 200 Tifosi der AC Florenz, Dutzende von Reportern und etliche Kamera-Teams bereitetem dem ehemaligen Star von Bayern München, der standesgemäß in einem Privatjet angereist war, einen begeisternden Empfang.

Bereits am Morgen hatten sich Hunderte von Fans aufgemacht, um den neuen Heilsbringer des zweimaligen italienischen Meisters mit lautstarken Ribéry-Sprechchören gebührend zu begrüßen.

Der 36 Jahre alte Franzose, der sich vor wenigen Woche mit dem Double nach zwölf erfolgreichen Jahren vom deutschen Rekordmeister Bayern München verabschiedet hatte, war sichtlich gerührt.

"Ich mag die Stadt, und außerdem kann ich schon italienisch. Danke für alles", rief er den jubelnden Fans zu, ehe er in einer dunklen Limousine zum Medizincheck entschwand und anschließend sein Arbeitspapier unterschrieb. Der Klub bestätigte zwar offiziell die Verpflichtung, gab aber keine weiteren Details bekannt.

Ribéry will "noch zwei Jahre auf hohem Niveau Fußball spielen"

Der Flügelspieler hat nach nach eigenen Angaben bei der Fiorentina einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der ihm angeblich vier Millionen Euro pro Spielzeit einbringt. Das Geld spielte bei Ribérys Entscheidung aber nicht die Hauptrolle.

"Für mich war entscheidend, dass ich noch einen Vertrag über zwei Jahre unterschreibe", erklärte er bei "Sky Sport News HD" seine Beweggründe und fügte hinzu: "Ein wesentlicher Faktor ist zudem, dass ich meine Familie bei mir haben kann. Ich freue mich sehr, noch zwei Jahre auf hohem Niveau Fußball spielen zu können."

Auch Joe Barone, die rechte Hand des neuen Klubbesitzers Rocco Commisso, stimmte in die Euphorie ein: "Heute ist wirklich ein wunderschöner Tag, es war eine lange Nacht. Wir freuen uns sehr über Ribéry und der Präsident wird ihn am Freitag begrüßen, wenn er in der Stadt ankommt."

Am Donnerstagnachmittag wird Ribéry im Stadio Artemio Franchi offiziell vorgestellt, am Abend präsentiert er sich in der Arena den Fans.

Ex-Bayern-Kollege Luca Toni leistete Überzeugungsarbeit

Fiorentina-Sportdirektor Daniele Prade hatte zuvor bereits erklärt, er warte "mit offenen Armen" auf Ribéry, der bei seinem neuen Klub unter anderem auf den frühere Bundesligaprofi Kevin-Prince Boateng trifft, der auch bei seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt als Zugang gehandelt worden war.

Dass Ribéry, der zuvor auch mit zwei Klubs in Katar und den Western Sydney Wanderers aus Australien in Verbindung gebracht worden war, letztendlich in der Hauptstadt der Toskana gelandet ist, hat auch mit einem früheren Bayern-Kumpel zu tun: "Ich habe mit Luca Toni gesprochen, und er hat mir gesagt, dass Fiorentina ein großer Klub und die Stadt wunderschön ist."

Eine Rückkehr zu den Bayern ist somit frühestens 2021 möglich. "Ich könnte mir eine Rolle als Sportkoordinator vorstellen, um einen Trainer zu unterstützen, mit dem ich gut zurechtkomme. Der Film ist noch nicht beendet", hatte er kurz nach seinem Abschied aus München der französischen Sport-Tageszeitung "L'Equipe" bezüglich eines weiteren Engagements bei den Bayern gesagt.

Zunächst will er bei Florenz, dass vergangene Saison nur knapp dem Abstieg entronnen ist, aber an die gute Tradition früherer Bundesligastars anknüpfen. Unter andere trugen bereits Mario Gomez und Stefan Effenberg das Trikot der Viola.

 

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