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Königstransfer Leroy Sané noch immer nicht finalisiert

Nach "Fehlerfestival" beim BVB: FC Bayern sucht Topform

Manuel Neuer (l.) und Thomas Müller haben noch einiges zu tun
Manuel Neuer (l.) und Thomas Müller haben noch einiges zu tun
Foto: © Stuart Franklin, getty
04. August 2019, 12:34

Königstransfer Leroy Sané lässt weiter auf sich warten. Doch nicht nur auf dem Transfermarkt offenbarten die Bayern beim Pflichtspielauftakt noch einige Baustellen.

Die Ersatzbank war voll - aber nur zur Siegerehrung. Mit hängenden Köpfen verfolgten die Bayern-Stars vom Spielfeldrand die erste Trophäenübergabe der Saison. Beim 0:2 (0:0) im Supercup bei Vizemeister Borussia Dortmund zeigte sich der Rekordchampion nicht nur ungewohnt fehleranfällig, auch der insbesondere auf den Flügelpositionen knapp bestückte Kader stieß bereits beim Pflichtspielauftakt in die neue Saison an seine Grenzen.

"Meine Meinung ist wie vor zwei Wochen", sagte Angreifer Robert Lewandowski nach der Partie und erneuerte seine Forderung nach weiteren Neuzugängen: "Die jungen Spieler haben Potenzial. Aber man braucht Spieler, die kommen und der Mannschaft direkt helfen."

Ein solcher Spieler wäre mit Sicherheit Nationalspieler Leroy Sané. Der Vollzug des Königstransfers lässt zwar weiter auf sich warten, nach Informationen des Express steht der Deal aber kurz vor dem Abschluss. Der Flügelspieler soll angeblich für über 100 Millionen Euro Ablöse von Manchester City an die Isar wechseln und in den nächsten Tagen vorgestellt werden.

Kimmich sieht nach Tritt gegen Sancho Gelb

Im Supercup wurde der personelle Engpass auf dem Flügel nach dem Ausfall von Serge Gnabry besonders deutlich. Thomas Müller agierte auf der ungeliebten rechten Seite unglücklich, Youngster Alphonso Davies und der eigentlich zentrale Mittelfeldspieler Renato Sanches konnten setzten auf Außen keine Akzente.

Trotz der Aufstockung mit drei Spielern aus der zweiten Mannschaft blieb ein Platz im möglichen 20er-Kader der Bayern leer, auf der Ersatzbank saßen zudem zwei Torhüter. "Dass wir was machen müssen, wissen wir", antwortete Sportdirektor Hasan Salihamidzic kurz und knapp auf die Frage nach weiteren Transfers.

Das vorhandene Personal zeigte sich gut eine Woche vor dem DFB-Pokalspiel bei Regionalligist Energie Cottbus noch nicht in Bestform. Trotz der bislang starken Leistungen in der Vorbereitung haperte es in der Offensive oftmals an der nötigen Zielstrebigkeit und der Präzision im Abschluss. In der Defensive präsentierte sich die Elf von Trainer Niko Kovac nach zahlreichen groben Schnitzern im Aufbauspiel extrem konteranfällig und kassierte so beide Gegentreffer.

"Wir haben den Gegner mit unseren Ballverlusten selbst stark gemacht", stellte Kovac ernüchtert fest. "Es war ein Fehlerfestival. Wenn du so viele individuelle Fehler machst, egal gegen wen, wird es schwierig ein Spiel zu gewinnen", sagte Nationalspieler Joshua Kimmich, der Glück hatte, nach einem unnötigen Tritt gegen Jadon Sancho nicht des Feldes verwiesen zu werden.

Thiago  wirkte ungewohnt unsicher

Bei der Rückkehr zum 4-1-4-1-System aus der Schwächephase im Herbst der Vorsaison offenbarte der Doublesieger nach Ballverlust riesige Lücken zwischen Abwehr und Mittelfeld, Thiago wirkte als alleiniger Sechser ungewohnt unsicher. "Wir wussten, dass Dortmund konterstark ist. Das weiß mittlerweile jedes Kind", meinte Kimmich, der aber keinen Zusammenhang mit der Rückkehr zum alten System sah.

Stattdessen erkennt er in den Gegentoren aus den letzten Duellen mit den Westfalen ein klares Muster. "Sie warten nur auf unsere Fehler, und wir waren heute so naiv, sie zu machen. Da fehlt Konzentration, aber auch Qualität", übte der 24-Jährige harsche Kritik.

Ab Dienstag können die Münchner im Trainingslager am Tegernsee an ihrer Fehlerminimierung arbeiten und sich den letzten Feinschliff für den Bundesliga-Auftakt in knapp zwei Wochen holen. Und vielleicht stößt dabei ja sogar neues Personal zum mit Abstand kleinsten Kader der deutschen Eliteliga.

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