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Einstiges Bayern-Juwel Gaudino dachte ans Karriereende

Gianluca Gaudino wurde von Pep Guardiola zu den Profis berufen
Gianluca Gaudino wurde von Pep Guardiola zu den Profis berufen
Foto: © Lintao Zhang, getty
17. Juli 2019, 10:09
sport.de
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In der Saison 2014/15 zauberte Pep Guardiola, damals Coach des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München, ein junges Talent aus dem Hut, das elfmal für die Münchner auf dem Platz stand und als großer Hoffnungsträger galt. Der Weg von Gianluca Gaudino verlief jedoch steinig. Nun sprach der heutige Profi der Young Boys Bern über seine Zeit beim Rekordmeister.

"Ich war einfach nicht so weit. Damals habe ich 60 Kilo gewogen, heute wiege ich 75. Diese 15 Kilo haben mir gefehlt", erklärte Gaudino sein Scheitern bei den Bayern und ergänzte: "Ich war körperlich und mental noch nicht auf dem Level, das ich gebraucht hätte, um mich bei den Bayern-Profis festzubeißen und durchzusetzen."

Nachdem er erste Schritte bei den Profis des FC Bayern absolviert hatte, verlieh ihn der deutsche Rekordmeister im Januar 2016 zum Schweizer Erstligisten FC St. Gallen, wo Gaudino regelmäßig zum Einsatz kam, aber dennoch nicht den erhofften nächsten Schritt machen konnte.

2017/18 kickte er in Italien für Chievo Verona, stand jedoch nur zweimal in der Serie A und einmal im Pokal auf dem Rasen. Daraufhin löste er seinen Vertrag vorzeitig auf.

"Als ich 2016 von Bayern zum FC St. Gallen verliehen und 2017 an Chievo Verona verkauft wurde, war es für mich als junger Mensch schwierig. Weit weg von zu Hause war ich plötzlich in Teams, die im Abstiegskampf steckten. Da ging es mehr ums Kämpferische. Und das war ich nicht gewohnt", so Gaudino.

Gaudino dachte sogar an Karriereende

Der Mittelfeldspieler sei in München schließlich mit "Erfolgsfußball" und "Überlegenheit" groß geworden. Nach seinen ersten Einsätzen bei den Profis der Münchner kam Gaudino schnell der Gedanke, dass er es langfristig beim FC Bayern schaffen kann. "Ich bin dann allerdings in ein Loch gefallen", gab Gaudino zu.

Zwischenzeitlich habe der heute 22-Jährige sogar an ein Karriereende gedacht: "Ich wollte so nicht mehr weitermachen. Weil ich gemerkt habe, dass ich den Spaß am Fußball verliere. Dies zu spüren war für mich das Schlimmste."

"Ich war so gekränkt von mir selbst, überhaupt diese Gedanken zu haben" so Gaudino, der betonte: "Aber am Ende haben sie mich sogar stärker gemacht. Ich bin im Nachhinein dankbar für diese Erfahrungen."

 

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