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Der Club behält die Rote Laterne

Duda und Ibisevic verschärfen die Nürnberger Krise

Ondrej Duda erzielte den dritten Treffer der Hertha
Ondrej Duda erzielte den dritten Treffer der Hertha
Foto: © getty, Adam Pretty
20. Januar 2019, 17:28
sport.de
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Der 1. FC Nürnberg hat im Abstiegskampf die Aussetzer der Konkurrenz nicht genutzt und bleibt nach einem weiteren herben Dämpfer Bundesliga-Schlusslicht.

Die Mannschaft von Trainer Michael Köllner kassierte zum Rückrundenauftakt beim 1:3 (1:1) gegen Hertha BSC ihre fünfte Niederlage in Folge und ist nunmehr seit zwölf Ligaspielen ohne Sieg. Die Lage wird für den Aufsteiger immer prekärer.

"Unsere zweite Halbzeit war richtig gut, aber auch die erste war schon sehr ordentlich", sagte ein zufriedener Dárdai nach dem Abpfiff bei "Sky". Zuletzt hatten die Berliner in Nürnberg vor beinahe 16 Jahren gewonnen.

Ondrej Duda (50., 70.) war mit den Treffern zum 2:1 und 3:1 der entscheidende Mann für das Team von Trainer Pál Dárdai, die mit dem Erfolg näher an die internationalen Ränge heranrückte. Mit der ersten wirkungsvollen Offensivaktion hatte Vedad Ibisevic (15.) die Führung im 1200. Bundesligaspiel der Hertha erzielt.

Den Nürnbergern glückte durch Kapitän Hanno Behrens (42.) kurz vor der Pause der zwischenzeitliche Ausgleich, es war der erste Club-Treffer nach zuvor 436 torlosen Minuten.

FCN-Coach Köllner hatte gehofft, dass die Rückkehr einiger in der Hinrunde verletzter Spieler wie Behrens, Eduard Löwen oder Torwart Christian Mathenia seiner Mannschaft dringend benötigte Impulse verleihen würde. Schließlich wartete sie schon seit Ende September 2018 (3:0 gegen Fortuna Düsseldorf) auf einen Sieg.

Pál Dárdai: "Wollen natürlich Richtung Europa"

Zunächst war die Partie ausgeglichen und die erste einigermaßen gefährliche Szene hatten die Franken durch Virgil Misidjan (13.). Kurz darauf spielten die Hauptstädter erstmals ihre Klasse aus, ein einfacher Doppelpass zwischen Davie Selke und Ibisevic genügte, um die Club-Defensive zu entblößen.

Das Nürnberger Spiel war nun erstmal eine Blaupause der Eindrücke vom Ende der ersten Saisonhälfte. Außer dem steten Bemühen gab es wenig Inspirierendes der Köllner-Elf, vor allem dann, wenn Raum und Zeit knapp wurden.

In der Defensive war zudem eine gewisse Unsicherheit auszumachen, immer dann jedenfalls, wenn die Berliner die Taktzahl erhöhten.

Zu verschenken hatte die alte Dame nichts, das machte Trainer Dárdai vor dem Spiel deutlich. "Wir wollen natürlich Richtung Europa", sagte der Coach bei "Sky", skizzierte aber die Schwierigkeit der Aufgabe: "Jeder sagt, Hertha muss hier gewinnen." Zuletzt hatten die Berliner das in Nürnberg vor beinahe 16 Jahren geschafft.

Duda nimmt dem Club die Resthoffnung

Auch Dárdai standen einige Profis wieder zur Verfügung, so der Ex-Nürnberger Niklas Stark oder Liverpool-Leihgabe Grujic, es fehlte aber Jordan Torunarigha (Pferdekuss). Was der Hertha im ersten Abschnitt trotz ihrer höheren technischen Qualität abging, war mehr Konsequenz und Zielstrebigkeit.

Auch daran lag es, dass der Club wieder in der Partie war, als Behrens einen Schussversuch von Löwen über die Linie drückte.

Den zweiten Durchgang begann der FCN, dem die Niederlagen von Augsburg, Stuttgart und Hannover eine Chance eröffnet hatten, lebendig. Dann aber kam der erneute Nackenschlag, bei dem Ibisevic gekonnt auf Duda ablegte.

Der starke Slowake nahm den Nürnbergern später auch jede Resthoffnung. Davie Selke (81.) traf anschließend noch für die Hertha den Pfosten.

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