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Frankfurt feiert zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel

Bärenstarke Eintracht schießt dezimiertes Lazio Rom ab

Eintracht Frankfurt feiert eine berauschende Europa-League-Nacht
Eintracht Frankfurt feiert eine berauschende Europa-League-Nacht
Foto: © getty, Marco Rosi
04. Oktober 2018, 22:54
sport.de
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Eintracht Frankfurt nimmt nach einem berauschenden Europapokalabend Kurs auf die Zwischenrunde der Europa League. Der Fußball-Bundesligist gewann gegen Lazio Rom sein erstes internationales Heimspiel seit 1680 Tagen 4:1 (2:1) und führt die Gruppe H mit der Maximalausbeute von sechs Punkten an. Die überforderten Gäste aus Italien beendeten die Partie zu neunt.

Danny da Costa (4. und 90.+4), Filip Kostic (28.) und Luka Jovic (52.) trafen vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw für die Eintracht. Marco Parolo (23.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Roms Dusan Basta sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (45.+3), sein Teamkollege Joaquin Correa nach hartem Einsteigen im Mittelfeld glatt Rot (58.).

"Ein unfassbar guter Abend für uns. Das war ein Europapokalabend, wie ihn sich jeder wünscht. Wir sind glücklich", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic am "DAZN"-Mikrofon und richtete den Blick gleich wieder nach vorn: "Wir wollen die Gruppe überstehen. Wir haben auf jeden Fall einen perfekten Start hingelegt."

>> Liveticker zu Frankfurts berauschendem Europapokal-Abend

Angetrieben von 47.000 Zuschauern, die das ausverkaufte WM-Stadion in einen wahren Hexenkessel verwandelten, spielte Frankfurt von Beginn an mutig und höchst motiviert. Da Costas früher Treffer nach einer Ecke sorgte für zusätzliche Sicherheit, Rom blieb zunächst aber gefährlich.

Lazio kontert, Eintracht schlägt zurück

Die Gäste, die am vergangenen Wochenende das "Derby della Capitale" gegen die AS Rom verloren hatten (1:3), mussten allerdings früh auf Riza Durmisi verzichten, der nach einem Foul von da Costa höchst unglücklich auf seinen linken Arm fiel und ausgewechselt werden musste (18.). Fünf Minuten später überraschte Lazio die Eintracht mit einem Konter, den Parolo vollendete.

Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte nach dem 4:1 gegen Hannover 96 auf die große Rotation verzichtet und nur drei Veränderungen vorgenommen. Der kroatische Vize-Weltmeister Ante Rebic saß erst nur auf der Bank und wurde in der 67. Minute eingewechselt.

Ohne ihren Torjäger verlor die Eintracht nach dem Ausgleich aber nur kurz den Faden. Über den erneut starken Sebastien Haller und Mijat Gacinovic gelangte der Ball zu Kostic, der auf seiner linken Seite eigentlich vor allem die Defensive stabilisieren sollte, aber zum richtigen Zeitpunkt zum Abschluss kam.

Frankfurt bleibt nach der Pause dran

Auch nach dem 2:1 legten die Gastgeber weiter ein hohes Tempo vor, Rom wurde mit frühem Pressing unter Druck gesetzt. Vor allem über die Außenspieler kam Frankfurt dem Strafraum des Serie-A-Tabellensechsten immer wieder gefährlich nahe. In der Mitte lauerte meist Haller.

Kurz nach der Halbzeitpause zielte Jovic nach einem Konter zunächst ganz knapp am römischen Tor vorbei (49.). Im zweiten Versuch drei Minuten später traf der 20-jährige Serbe, der im ersten Gruppenspiel das Siegtor bei Olympique Marseille (2:1) erzielt hatte, gefühlvoll per Heber. Da Costa machte schließlich das Fußball-Fest perfekt.

>> Bundesliga holt auf - England wieder vor Italien: Die UEFA-Fünfjahreswertung

Auf der Tribüne hatte Kevin-Prince Boateng mit seinem Ex-Team mitgefiebert. Vor dem Spiel war er mit Tränen in den Augen offiziell verabschiedet worden. Die Fans feierten ihn mit Standing Ovations und schrien: "Prince komm' bald wieder". Nach dem DFB-Pokalsieg war er zu Sassuolo Calcio nach Italien gewechselt.

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