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NBA-Trades: Zwischen Glücksgriff und Leichtsinn

Chris Paul, Isaiah Thomas, Jimmy Butler, Kyrie Irving und Paul George (v.li.) sind Teil der Blockbuster-Trades 2017
Chris Paul, Isaiah Thomas, Jimmy Butler, Kyrie Irving und Paul George (v.li.) sind Teil der Blockbuster-Trades 2017
15. September 2017, 22:54
sport.de
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Die spielfreie Zeit in der NBA neigt sich dem Ende entgegen. Einen Spannungsabfall hat es in der Offseason dank einiger spektakulärer Personalentscheidungen nicht gegeben. sport.de analysiert und bewertet die vier größten Trades des Sommers.

  • Jimmy Butler (Chicago Bulls -> Minnesota Timberwolves)

Was genau hat sich das Front Office der Chicago Bulls eigentlich bei diesem Trade gedacht? Zunächst die Formalia: Im Tausch für Bulls-Guard Jimmy Butler und Justin Patton (Nummer 16 des 2017er Drafts) treten Zach LaVine, Chris Dunn und Lauri Markkanen (Nummer-7-Pick des 2017er Drafts) von den Minnesota Timberwolves den Gang in die Windy City an.

"Das Gesicht einer Franchise zu sein bedeutet einfach nur, dass die Fans deinen Hinterkopf sehen sobald du die Stadt verlässt. Das ist das was ich gelernt habe", zeigte sich Butler gegenüber der "Chicago Tribune" verbittert. Butler wollte nicht weg, Chicago tradete trotzdem - warum eigentlich? Was bekommen die Bulls im Gegenzug?

LaVine zeigte bereits großes Potenzial als Scorer. Ein Playmaker oder Edelverteidiger wird aus ihm vermutlich nicht mehr. Dafür kommt der 22-Jährige mit einem bereits gerissenen Kreuzband. Unklar ist auch, wie Point Guard Dunn dem Team weiterhelfen soll. Magere 3,8 Punkte und 2,4 Assists bei einer Trefferquote von 37,7 Prozent standen 2016/17 zu Buche.

Aus Sicht der Wolves hingegen ist der Trade ein "No-Brainer": Mit 17,5 Millionen US-Dollar Gehalt ist Butler für seine sportlichen Fertigkeiten vergleichsweise günstig. Hinzu kommt, dass Minnesota-Coach Tom Thibodeau den 27-Jährigen aus seinen fünf Jahren in Chicago sehr gut kennt. 
Fazit: Klarer Win Timberwolves

  • Chris Paul (L.A. Clippers -> Houston Rockets)

Wer wechselt hier wohin? Im Tausch für Chris Paul, der sich den Houston Rockets anschließt, geben die Texaner gleich sieben Spieler in Richtung Los Angeles Clippers ab: Patrick Beverley, Lou Williams, Sam Dekker, Montrezl Harrell, DeAndre Liggins, Darrun Hilliard, Kyle Wiltjer. Als Topping gibt es noch einen Erstrundenpick für den Draft 2018.

Bereits vor einiger Zeit ließ "CP3" das Clippers-Management wissen, dass er die Stadt der Engel in diesem Sommer verlassen wolle. Es machte also Sinn den Superstar via Trade "loszuwerden", statt ihn als Free Agent ziehen zu lassen. Die Rockets konnten den Spielmacher so für vergleichsweise wenig Geld erwerben und nutzten die Gelegenheit, um ein paar Altlasten loszuwerden.

Klarer Win-Win für beide Seiten also? Jein. Während diese Lösung für beide Teams gut war, gehen die Rockets dennoch als klarer Sieger aus diesem Trade hervor. Die Hoffnung von Houstons GM Daryl Morey, dass "ein James Harden und ein Chris Paul auf dem Zenit ihres Schaffens" die Tür zu einer Championship aufstoßen, ist nicht aus der Luft gegriffen. 
Fazit: Leichter Vorteil Rockets

  • Paul George (Indiana Pacers -> Oklahoma City Thunder)

Auch hier stellt sich die Frage: Was hat sich das Pacers-Front-Office bloß gedacht? Paul George abzugeben schien mittelfristig nicht abzuwenden. Letztlich ist der Deal, auf den man sich in Indiana einließ, dennoch erschreckend einseitig. Für "PG13", der sich den Oklahoma City Thunder anschließt, kommen Victor Oladipo und Domantas Sabonis. Einige Pacers-Fans gingen sogar so weit, den Trade bei der Polizei als Diebstahl zu melden.

Ohne George fehlt Indiana nicht nur ein Superstar und Go-To-Guy in engen Momenten - es fehlt ein Anführer. Jemand, der das Team formen kann. Die Rolle wird ein 25-jähriger Oladipo nicht ausfüllen können. Von einem Sabonis, der sich in seiner ersten NBA-Saison mehr schlecht als recht präsentierte, ganz zu schweigen.

Bei den Thunder hingegen stellt sich die Frage: Wie gut passen Russell Westbrook und George zusammen? Im letzten Jahr betrieb Westbrook "Hero-Ball", der sogar einen Kobe Bryant von 2005/06 teamdienlich aussehen ließe. Eigentlich ist also wenig Raum für einen weiteren Superstar. Eigentlich. Denn George kann sich auch abseits des Balles gut bewegen, trifft sicher von jenseits der Drei-Punkte-Linie (2017: 39,3 Prozent). Und erstmals nicht die vollständige offensive Last seiner Franchise zu schultern, wird dem 27-Jährigen sicher auch gut tun. 
Fazit: Klarer Win OKC

  • Kyrie Irving (Cleveland Cavaliers -> Boston Celtics)

Es war der Blockbuster-Trade des Sommers: Kyrie Irving verlässt die Cleveland Cavaliers und schließt sich den Boston Celtics an. Im Gegenzug erhält der Champion von 2016 Isaiah Thomas, Jae Crowder, Ante Zizic und einen Erstrundenpick 2018. Dem Deal vorausgegangen war ein wochenlanges köcheln der Gerüchteküche: Streit zwischen Kyrie und LeBron James? Angeblich habe Irving um einen Trade gebeten.

Er hat ihn bekommen. Doch was bedeutet der Trade eigentlich für Kyrie und die Boston Celtics? Endlich hat der 25-Jährige das, was er wollte: sein eigenes Team. Nun steht Irving nicht mehr im Schatten von LeBron James - das hat allerdings auch Nachteile. Wer so dringend seine Chance einfordert, der muss umgehend liefern.

Für die Cavs ergibt sich kurzfristig sogar eine leichte sportliche Verbesserung. Zwar ist Thomas sowohl defensiv als auch offensiv kein hundertprozentiger Irving-Ersatz. Doch gerade Jae Crowder schließt in der Verteidigung eine wichtige Lücke. Und sollte es sich als wahr erweisen, dass James im kommenden Sommer einen Wechsel anstrebt, könnte ein Rebuild eingeleitet werden. Denn: Thomas' Vertrag läuft ebenfalls aus. 
Fazit: Beide Teams profitieren

Simon Lürwer

3. Spielwoche
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Atlanta Hawks
Hawks
ATL
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Atlanta Hawks
Brooklyn Nets
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Brooklyn Nets
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Cleveland Cavaliers
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Cleveland Cavaliers
New York Knicks
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New York Knicks
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1. Viertel
Oklahoma City Thunder
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Oklahoma City Thunder
Washington Wizards
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Washington Wizards
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1. Viertel
Golden State Warriors
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Golden State Warriors
Orlando Magic
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Phoenix Suns
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Portland Trail Blazers
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Chicago Bulls
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Chicago Bulls
Philadelphia 76ers
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Atlantic Division
#MannschaftMannschaftSp.SNPunkteDiff.%
1Philadelphia 76ersPhiladelphia 76ers76ers10821094:106628.800
2Boston CelticsBoston CelticsCeltics9721033:94687.778
3Toronto RaptorsToronto RaptorsRaptors9541064:101549.556
4New York KnicksNew York KnicksKnicks945910:87535.444
5Brooklyn NetsBrooklyn NetsNets936923:969-46.333
Central Division
#MannschaftMannschaftSp.SNPunkteDiff.%
1Detroit PistonsDetroit PistonsPistons862889:81475.750
2Cleveland CavaliersCleveland CavaliersCavaliers10641107:106245.600
3Indiana PacersIndiana PacersPacers10371103:1142-39.300
4Chicago BullsChicago BullsBulls817893:1037-144.125
5Milwaukee BucksMilwaukee BucksBucks918987:1099-112.111
Southeast Division
#MannschaftMannschaftSp.SNPunkteDiff.%
1Atlanta HawksAtlanta HawksHawks11651247:121928.545
2Washington WizardsWashington WizardsWizards10461026:1044-18.400
3Miami HeatMiami HeatHeat9361044:1103-59.333
4Charlotte HornetsCharlotte HornetsHornets1037963:1102-139.300
5Orlando MagicOrlando MagicMagic927853:935-82.222
Northwest Division
#MannschaftMannschaftSp.SNPunkteDiff.%
1Oklahoma City ThunderOklahoma City ThunderThunder10821041:99051.800
2Portland Trail BlazersPortland Trail BlazersTrail Blazers862971:89972.750
3Minnesota TimberwolvesMinnesota TimberwolvesTimberwolves10731184:1077107.700
4Denver NuggetsDenver NuggetsNuggets853922:90517.625
5Utah JazzUtah JazzJazz918962:1064-102.111
Pacific Division
#MannschaftMannschaftSp.SNPunkteDiff.%
1Los Angeles LakersLos Angeles LakersLakers10821220:114377.800
2Golden State WarriorsGolden State WarriorsWarriors10731075:102649.700
3Phoenix SunsPhoenix SunsSuns725797:850-53.286
4Los Angeles ClippersLos Angeles ClippersClippers817873:925-52.125
5Sacramento KingsSacramento KingsKings918983:1110-127.111
Southwest Division
#MannschaftMannschaftSp.SNPunkteDiff.%
1Houston RocketsHouston RocketsRockets9721061:96893.778
2San Antonio SpursSan Antonio SpursSpurs9721059:97881.778
3Memphis GrizzliesMemphis GrizzliesGrizzlies9631061:100655.667
4Dallas MavericksDallas MavericksMavericks9541009:99811.556
5New Orleans PelicansNew Orleans PelicansPelicans9451082:106913.444
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