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Brose Bamberg erneut deutscher Meister

Brose Bamberg ist wieder deutscher Meister
Brose Bamberg ist wieder deutscher Meister
Foto: © Getty Images
11. Juni 2017, 19:01
sport.de
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Brose Bamberg bleibt die überragende Mannschaft im deutschen Basketball. Mit einem Sweep in der Finalserie gegen die EWE Baskets Oldenburg gewann der Dauermeister zum dritten Mal in Serie, zum siebten Mal seit 2010 und zum neunten Mal in der Klubgeschichte den deutschen Meistertitel.

Der Sieg zum Endstand von 3:0 fiel mit 76:58 (39:34) am Ende deutlich aus. Nur 2014 hatte der FC Bayern die Herrschaft der Bamberger unterbrochen.

"Von den drei Siegen ist das der süßeste. Ich habe eine großartige Gruppe von Spielern", meinte der stolze Bamberger Erfolgscoach Andrea Trinchieri. "Ich bin so glücklich über das, was wir mit diesem Team erreicht haben. Wir wollten den Titel in Bamberg behalten, das haben wir geschafft", meinte Brose-Spielmacher Fabian Caseur, der zum wertvollsten Spieler des Finals gekrönt wurde.

Danach wurde gefeiert. Vorläufiger Höhepunkt des Party-Marathons war die Meisterfeier mit Tausenden Fans am Sonntagabend auf dem Maxplatz im Herzen von "Freak City".

Zur Bestätigung seiner Dominanz sicherte sich Bamberg, das den FC Bayern im Halbfinale (3:0) ausgeschaltet hatte, zudem zum vierten Mal nach 2010, 2011 und 2012 das Double.

Spiel drei nicht einfach für Bamberg

Die ersten drei Erfolge waren noch unter dem heutigen Bundestrainer Chris Fleming gelungen. Dessen Ära endete vor drei Jahren, der seitdem amtierende Italiener Trinchieri wird seinen bis 2018 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2019 plus Option für 2020 verlängern.

Nach zwei klaren Siegen (96:60 und 88:76) war der letzte Schritt zum Titel der schwierigste. Die Oldenburger, die im Halbfinale den Vorrundenprimus ratiopharm Ulm ausgeschaltet hatten (3:2), hielten lange sehr gut mit, lagen zwischenzeitlich sogar ein paar Mal knapp vorne.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit bekam Bamberg das Spiel langsam in den Griff. Nach einem engen dritten Viertel betrug der Vorsprung dann immerhin acht Punkte, von da an waren die Gastgeber nicht mehr aufzuhalten. Mit dem neunten Meistertitel hat Bamberg nun ALBA Berlin (8) überholt, weit vorne liegt nach wie vor Bayer Leverkusen (14).

Kramer und Qvale halten Oldenburg im Spiel

Der Favorit hatte in seiner ohrenbetäubend lauten, mit 6150 Zuschauern ausverkauften "Frankenhölle" freilich erstaunlich große Mühe, einen soliden Vorsprung herauszuarbeiten. Nach dem ersten Viertel lagen die Bamberger nur mit zwei Punkten vorne (19:17), ihre Trefferquote war zunächst wenig überzeugend, nicht zuletzt, weil die Oldenburger sehr aggressiv und flexibel verteidigten.

Vor allem Aufbauspieler Chris Kramer und Center Brian Qvale, am Ende mit zwölf Punkten bester Werfer der Gäste, hielten Oldenburg lange Zeit im Spiel, dagegen war Topscorer Rickey Paulding mit null Punkten bis zur Halbzeit ein Totalausfall.

Die Wende zugunsten von Bamberg brachten fünf schnelle Punkte von Nationalspieler Maodo Lo gegen Ende der ersten Halbzeit. Danach geriet Bamberg nicht mehr in Rückstand. Beste Werfer beim alten und neuen Meister war Lo mit 15 Punkten.

Umbruch und Hallenwechsel voraus

Erfolgstrainer Trinchieri wird im kommenden Jahr, in dem die Bamberger als Meister wieder mindestens 30 Spiele in der EuroLeague absolvieren werden, einen Umbruch bewerkstelligen müssen. Daniel Theis und Nicoló Melli stehen vor dem Abschied. Geschäftsführer Rolf Beyer rechnet in diesem Sommer mit größeren Veränderungen im Kader.

Auch infrastrukturell und organisatorisch könnte sich einiges tun bei den Bambergern. Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Stoschek hat schon laut darüber nachgedacht, ins 60 Kilometer entfernte Nürnberg umzuziehen. "Um auf Dauer mit München mithalten zu können", sagte er, sei Bamberg, sei der Sponsor Brose, sei auch die Halle "zu klein".

Stoschek schwebt eine Kooperation mit Nürnberg vor, in die dortige Halle passen 2000 Zuschauer mehr, in der abgelaufenen Saison hat Bamberg dort bereits zwei Spiele in der EuroLeague gegen Efes Istanbul und Real Madrid gespielt.

8. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
ALBA BERLIN
ALBA BERLIN
ALBA
102
26
30
27
19
Phoenix Hagen
Phoenix Hagen
Hagen
72
26
21
11
14
20:00
Beendet
VET-CONCEPT Gladiators Trier
VET-CONCEPT Gladiators Trier
Trier
92
26
21
16
29
Bamberg Baskets
Bamberg Baskets
Bamberg
79
18
17
18
26
18:30
Beendet
ROSTOCK SEAWOLVES
ROSTOCK SEAWOLVES
Rostock
97
29
29
15
24
Ratiopharm Ulm
Ratiopharm Ulm
Ulm
87
21
24
21
21
18:30
Beendet
SC RASTA Vechta
SC RASTA Vechta
Vechta
99
27
18
33
21
NINERS Chemnitz
NINERS Chemnitz
Chemnitz
90
24
26
14
26
20:00
Beendet
Telekom Baskets Bonn
Telekom Baskets Bonn
Bonn
97
22
26
27
22
Basketball Löwen Braunschweig
Basketball Löwen Braunschweig
Braunschweig
87
35
17
24
11
20:00
Beendet
SYNTAINICS MBC
SYNTAINICS MBC
Mitteld. BC
0
SKYLINERS
SKYLINERS
Frankfurt
0
15:00
MHP RIESEN Ludwigsburg
MHP RIESEN Ludwigsburg
Ludwigsburg
0
EWE Baskets Oldenburg
EWE Baskets Oldenburg
Oldenburg
0
16:30
Fitness First Würzburg Baskets
Fitness First Würzburg Baskets
Würzburg
0
FC Bayern München
FC Bayern München
München
0
18:00
Science City Jena
Science City Jena
Jena
0
Hamburg Towers
Hamburg Towers
Towers
0
20:00
#MannschaftMannschaftSp.SNPunkteDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenMünchen761674:48818612:2
2VET-CONCEPT Gladiators TrierVET-CONCEPT Gladiators TrierTrier761689:6038612:2
3SYNTAINICS MBCSYNTAINICS MBCMitteld. BC752616:5684810:4
4ROSTOCK SEAWOLVESROSTOCK SEAWOLVESRostock853718:6595910:6
5Telekom Baskets BonnTelekom Baskets BonnBonn853704:6604410:6
6SKYLINERSSKYLINERSFrankfurt541451:423288:2
7Fitness First Würzburg BasketsFitness First Würzburg BasketsWürzburg642497:481168:4
8MHP RIESEN LudwigsburgMHP RIESEN LudwigsburgLudwigsburg743610:614-48:6
9Bamberg BasketsBamberg BasketsBamberg844695:68698:8
10ALBA BERLINALBA BERLINALBA844690:702-128:8
11EWE Baskets OldenburgEWE Baskets OldenburgOldenburg734521:584-636:8
12Ratiopharm UlmRatiopharm UlmUlm835660:691-316:10
13Basketball Löwen BraunschweigBasketball Löwen BraunschweigBraunschweig835688:772-846:10
14SC RASTA VechtaSC RASTA VechtaVechta835690:726-366:10
15Science City JenaScience City JenaJena725536:618-824:10
16NINERS ChemnitzNINERS ChemnitzChemnitz826697:720-234:12
17Phoenix HagenPhoenix HagenHagen826672:735-634:12
18Hamburg TowersHamburg TowersTowers716568:646-782:12
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