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Rampenlicht: Freiburg-Flop überflügelt Mbappé

Ivan Santini spielt aktuell für Caen in der Ligue 1
Ivan Santini spielt aktuell für Caen in der Ligue 1
Foto: © imago sportfotodienst
19. April 2017, 16:18

Viele bekannte Gesichter spielen weitgehend unbeachtet von der deutschen Presse im Ausland. Heute blickt sport.de auf drei ehemalige Bundesligastürmer, die in Spanien, Ungarn und Frankreich ihre Kaltschnäuzigkeit wiederentdeckt haben.

Vom englischen Erstligisten Stoke City an die Spanier verliehen, endete die Premiere von Joselu im Dress von Deportivo La Coruña im September 2016 bereits nach 24 Minuten. Der einstige Juniorennationalspieler der Iberer musste verletzt vom Feld und kehrte erst im Dezember zurück. Seitdem kämpft der gebürtige Stuttgarter um seinen Stammplatz.

Ein Pfund im Fight um die erste Elf verbuchte der 27-Jährige am vergangenen Spieltag, als er Dépor mit seinem Tor zum 1:0 gegen Málaga auf die Siegerstraße führte und mit seinen Kollegen wichtige Punkte im Abstiegskampf einfuhr.

"Flucht" aus England nach Spanien

Dass der Spanier momentan überhaupt die Schuhe in seiner Heimat schnürt, hat er allerdings nicht gerade seinem Torriecher zu verdanken. "Das Ganze ist ein Traum für mich. Ich bin glücklich", kommentierte Joselu im Juli 2015 seinen Wechsel von Hannover 96 zu Stoke City. Wirklich traumhaft gestaltete sich das Engagement bei den Potters dann jedoch nicht. Nach einer enttäuschenden Saison setzte ihm Team-Manager Mark Hughes kurzerhand Wilfried Bony vor die Nase und besiegelte damit Joselus "Flucht" in die Primera División.

Verheißungsvoller gestalteten sich einst die ersten Schritte des Angreifers in Deutschland. Nach einer Spielzeit bei der TSG Hoffenheim wechselte er im Sommer 2013 auf Leihbasis zur Frankfurter Eintracht und ließ sein Können aufblitzen: 14 Tore und drei Vorlagen zierten nach 32 Partien die Vita des Offensiv-Asses. Freude verbreitete Joselu in der Folge auch in Hannover, wo er zehn Treffer erzielte und bei seinem Abschied acht Millionen Euro in die Kassen spülte.

Aktuell sieht es danach auch, als könnte José Luis Mato Sanmartín in Spanien an seine "deutschen" Quoten anknüpfen. Ob er im Sommer allerdings einen neuen Anlauf bei seinem "Traum" Premier League wagen darf, bleibt offen.

Ein torgefährlicher Oldie

Einen Traum erfüllte sich auch Mahir Sağlık, als er 2008 vom Regionalligisten Wuppertaler SV zum VfL Wolfsburg wechselte. Der Sprung von Liga vier ins deutsche Oberhaus erwies sich nach gut einem halben Jahr allerdings als zu groß. Nachdem ihm der damalige Wolfsburg-Trainer Felix Magath anfangs noch Einsatzzeiten schenkte, stand Sağlık nach der Hinrunde der Wölfe-Meistersaison vor dem Aus.

Es folgten Stationen in Karlsruhe, Paderborn, Bochum und bei St.Pauli. 2013 schloss er sich dann längerfristig den Paderbornern an, denen er bis zur vergangenen Spielzeit durchaus erfolgreich die Treue hielt. Das Ende der Liaison zwischen Sağlık und seiner Geburtstadt besiegelte dann jedoch ein gewisser Stefan Effenberg, der den Goalgetter während seiner wenig ruhmreichen Zeit als Coach der Ostwestfalen ausbootete.

Im fortgeschrittenen Alter von 34 Jahren wagte Sağlık im Sommer nochmal ein neues Abenteuer in Liga eins. Statt in der deutschen kickt der Türke nun allerdings in der ungarischen Elite-Liga. Bei Budapesti Vasas zeigt sich der Routinier dabei durchaus in Torlaune. 

Für Furore sorgte Sağlık unlängst als Siegtorschütze im Derby gegen den Stadtrivalen Ferencváros. Mit seinem Treffer zum 2:1 bescherte der Angreifer seiner Elf nicht nur einen Dreier, sondern seinem Coach Michael Oenning auch einen Triumph im deutschen Trainerduell gegen Thomas Doll. In der laufenden Spielzeit absolvierte der Stürmer bislang 27 Pflichtspiele, netzte dabei zwölf Mal ein und kämpft mit Vasas um die Europa-League-Qualifikation.

Ligue 1: Santini vor Ballotelli und Mbappé

Auch Ivan Santini hat am letzten Spieltag sein Trefferkonto wieder aufgestockt. 32 Spiele, 14 Tore und zwei Vorlagen lautet die aktuelle Quote des Kroaten, die ihm einst sicherlich auch einen Platz in den Herzen der SC-Freiburg-Fans gesichert hätte.

Im Breisgau standen nach 33 Spielen jedoch nur zwei Törchen zu Buche. Nach deutlich erfolgreichen Spielzeiten für die belgischen Klubs Kortrijk und Standard Lüttich stürmt Santini inzwischen in der ersten französischen Liga bei SM Caen.

Mit seinem 13. Ligatreffer schob er sich sogar in der französischen Torjäger-Tabelle an keinen geringeren wie Mario Ballotelli und Kylian Mbappé vorbei.

"Nach Caen zu kommen, war eine große Veränderung," beschrieb Santini seinen Schritt von Standard Lüttich nach Frankreich. Hier ist er nämlich nicht nur der Topscorer seines Teams sondern auch etablierter Stammspieler: In seinen 32 wettbewerbsübergreifenden Partien war er immer erste Wahl auf dem Feld.

Linda Nier

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