Nicht wenige Experten hatten Dynamo Dresden nach einem auf dem Papier vielversprechenden Transfer-Sommer zugetraut, eine der großen Überraschungen der Zweitliga-Saison 2026/27 zu werden. Doch nach zehn Spieltagen sieht die Realität des Traditionsklubs als Schlusslicht des deutschen Fußball-Unterhauses ganz anders aus. Chefcoach Thomas Stamm muss dennoch nicht um seine Zukunft bangen.
Auch im immens wichtigen Kellerduell mit Hannover 96 gelang Dynamo Dresden am Sonntag nicht der erhoffte Befreiungsschlag - im Gegenteil. Trotz einer frühen Führung mussten die Gäste aus Sachsen im Niedersachsenstadion die nächste Pleite hinnehmen. Mit gerade einmal acht Zählern rangiert der Ostklub aus der Landeshauptstadt inzwischen am Tabellenende der 2. Bundesliga.
Wird die Luft für Cheftrainer Thomas Stamm daher jetzt dünn? Sportgeschäftsführer Sören Gonther antwortete auf diese Frage gegenüber der vereinsnahen "Sächsischen Zeitung": "Die Trainerfrage stellt sich für uns nicht." Der Schweizer wird sich dem Ex-Profi zufolge also keine Sorgen machen müssen, schon zeitnah an der Elbe vor die Tür gesetzt zu werden.
Dynamo Dresden hat "zu wenig Punkte"
Dennoch macht Gonther deutlich, dass in der Liga eine Trendwende her muss. "Fakt ist, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt für die gezeigten Leistungen zu wenig Punkte haben. Es gilt, den Mut und die Überzeugung, die zuletzt auch mit Führungen belohnt wurden, zum einen über die gesamten 90 Minuten und darüber hinaus auch über mehrere Spiele aufrechtzuhalten", betonte der Dynamo-Boss.
Vor der Länderspielpause erwartet Dresden zunächst am Freitagabend (18:30 Uhr) die SpVgg Greuther Fürth, die aktuell auf Rang neun in der 2. Fußball-Bundesliga zu finden ist, im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion. Anschließend geht es für die Sachsen zum schweren Auswärtsspiel auf den Betzenberg zum Aufstiegsaspiranten 1. FC Kaiserslautern.
Am Sonntag in Hannover verhinderten individuelle Fehler einen Dreier in der Fremde. An seinem riskanten Aufbauspiel will Stamm, der seit 2024 in Dresden an der Seitenlinie steht, aber dennoch festhalten: "Ich bin jetzt zweieinhalb Jahre hier. Das war das zweite Gegentor, das wir so kriegen. Wenn man 500 Situationen nimmt, haben wir es 498 Mal super gelöst und dadurch dann Räume."






























