Suche Heute Live
DEL
Artikel teilen

DEL
Eishockey
(M)

Berlin: Viele Baustellen nach Halbfinal-Aus

Die Eisbären müssen das Saison-Aus verdauen
Die Eisbären müssen das Saison-Aus verdauen
Foto: © imago sportfotodienst
03. April 2017, 13:55

Ein bisschen stolz dürfen die Eisbären Berlin trotz des Halbfinal-Ausscheidens am Ende noch auf ihre Saison sein - die drängenden Probleme beim DEL-Rekordmeister sind indes nicht zu übersehen.

Geschäftsführer Peter John Lee kündigte am Tag nach der entscheidenden vierten Niederlage gegen Titelverteidiger EHC München eine Analyse an. "Was in der Hauptrunde passiert ist, müssen wir noch aufarbeiten", sagte Lee dem "Tagesspiegel". Der Ex-Profi will sich bis zum Wochenende Gedanken machen, wie es personell beim einstigen Serienchampion weitergeht.

Bevor es an die Aufarbeitung der Saison geht, gilt es erst einmal, das Aus zu verkraften: "Natürlich sind wir riesig enttäuscht", sagte Kapitän André Rankel. "Für eine gründliche Saisonanalyse brauchen wir ein bisschen mehr Zeit." Lee meinte nach dem 1:2 nach Verlängerung im fünften Playoff-Halbfinale: "Ich dachte, wir holen mehr raus."

Erst in den Playoffs hatte der siebenmalige Meister nach enttäuschender Hauptrunde zu alten Stärken zurückgefunden. Die Berliner eliminierten den Hauptrunden-Zweiten Mannheim in einer spannenden Viertelfinalserie und lieferten dem Meister und Topfavoriten München im Halbfinale ein großes Duell.

Seit 2013 bleiben Titel aus

"Es war ein hoher Berg, den wir besteigen mussten. Das war eine sehr starke Berliner Mannschaft", lobte Münchens Trainer Don Jackson, der mit den Eisbären zwischen 2008 und 2013 fünf Meistertitel gewonnen hatte. Seitdem herrscht Flaute. Der Hauptrunden-Achte darf die offensichtlichen Unzulänglichkeiten bei den Planungen für die kommende Saison unter der Regie des weiter unumstrittenen Cheftrainers Uwe Krupp nicht verdrängen.

In die abgelaufene Saison gingen die Berliner mit einem kleinen Kader, mit dem Verletzungen kaum aufzufangen waren. Oft standen nur drei Angriffsreihen zur Verfügung - viele Spiele gingen aufgrund mangelnder Kräfte verloren. Die sportliche Leitung reagierte zu spät: Vor Weihnachten kam mit Alex Roach ein unerfahrener Verteidiger, erst kurz vor Ende der Hauptrunde wurden mit Charles Linglet und Louis-Marc Aubry echte Verstärkungen verpflichtet. Weil beide einschlugen und zudem viele Verletzte zurückkehrten, steigerten sich die Berliner und erreichten doch noch das Halbfinale.

Zusammenarbeit mit NHL-Klub

Doch der Kader muss breiter aufgestellt werden. Die Zusammenarbeit mit den Los Angeles Kings könnte helfen. Im Februar hatte der ebenfalls zur Anschutz Entertainment Group gehörende Club aus der NHL die Führung bei den Eisbären übernommen. Eishockey-Legende Luc Robitaille wurde zum Aufsichtsratschef ernannt. Nun können die Berliner auf die Scouting-Abteilung der Kings zurückgreifen, um geeignete Neuzugänge zu finden.

Sportliche Defizite konnten die Berliner auch in Vollzähligkeit nicht abstellen. Schon in der Hauptrunde war das Überzahlspiel das harmloseste der Liga, in den Playoffs sank die Erfolgsquote noch. Am Sonntag war das ein entscheidender Faktor: Während die Eisbären ihre Überzahlchancen vergaben, trafen die Münchener im Powerplay zum Sieg.

14. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Eisbären Berlin
Eisbären Berlin
Berlin
1
1
0
0
Adler Mannheim
Adler Mannheim
Mannheim
3
1
0
2
14:00
Beendet
Grizzlys Wolfsburg
Grizzlys Wolfsburg
Wolfsburg
0
0
0
0
Augsburger Panther
Augsburger Panther
Augsburg
4
2
1
1
14:00
Beendet
Fischtown Pinguins
Fischtown Pinguins
Bremerhaven
5
1
0
4
Straubing Tigers
Straubing Tigers
Straubing
2
1
1
0
14:00
Beendet
Löwen Frankfurt
Löwen Frankfurt
Frankfurt
5
2
1
2
ERC Ingolstadt
ERC Ingolstadt
Ingolstadt
2
0
0
2
16:30
Beendet
Schwenninger Wild Wings
Schwenninger Wild Wings
Schwenni.
4
1
1
1
1
Krefeld Pinguine
Krefeld Pinguine
Krefeld
3
0
1
2
0
16:30
n.V.
Beendet
EHC München
EHC München
München
2
0
1
1
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg
1
1
0
0
16:30
Beendet
Kölner Haie
Kölner Haie
Kölner Haie
3
0
1
1
0
Iserlohn Roosters
Iserlohn Roosters
Iserlohn
2
0
2
0
0
19:00
n.P.
Beendet
#MannschaftMannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
1Eisbären BerlinEisbären BerlinBerlin14101030050:242632
2Adler MannheimAdler MannheimMannheim1582031153:381530
3Nürnberg Ice TigersNürnberg Ice TigersNürnberg1590050156:342228
4EHC MünchenEHC MünchenMünchen1480141042:42027
5Straubing TigersStraubing TigersStraubing1480150052:411126
6Kölner HaieKölner HaieKölner Haie1561143057:53425
7ERC IngolstadtERC IngolstadtIngolstadt1552070145:53-820
8Augsburger PantherAugsburger PantherAugsburg1451170043:42119
9Fischtown PinguinsFischtown PinguinsBremerhaven1460071032:37-519
10Löwen FrankfurtLöwen FrankfurtFrankfurt1440162132:33-117
11Krefeld PinguineKrefeld PinguineKrefeld1550081138:45-717
12Grizzlys WolfsburgGrizzlys WolfsburgWolfsburg1531272036:51-1517
13Schwenninger Wild WingsSchwenninger Wild WingsSchwenni.1633091037:60-2316
14Iserlohn RoostersIserlohn RoostersIserlohn1431080232:52-2013
  • Playoffs
  • Pre-Playoffs
  • Abstieg
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2026/2027

#NamePenaltyTore
1Eisbären BerlinTy Ronning010
2Krefeld PinguineMathew Santos09
3Kölner HaieLouis-Marc Aubry08
Nürnberg Ice TigersSamuel Dove-McFalls08
ERC IngolstadtDaniel Schmölz08