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Spurs-Juwel Dele Alli: Besser als Özil?

Spurs-Juwel Dele Alli (r.) will gegen Liverpool erneut seinen Gegenspielern enteilen
Spurs-Juwel Dele Alli (r.) will gegen Liverpool erneut seinen Gegenspielern enteilen
Foto: © getty, Jan Kruger
10. Februar 2017, 12:29
sport.de
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Dele Alli ist mal wieder in aller Munde. Seit August 2015 verzückt der 20-Jährige von Tottenham Hotspur die britische Insel und hat zuletzt auch Europas Granden auf den Plan gerufen. Englische Medien brachten gar einen 98-Millionen-Euro-Wechsel zum FC Bayern München ins Spiel. Kein Wunder: Der beste Premier-League-Nachwuchsspieler der Saison 2015/16 macht nämlich einfach dort weiter, wo er aufgehört hat.

"Er war fantastisch. Brillant. Er ist jung und hat großes Potenzial, um noch besser zu werden. Was kann ich noch dazu sagen?" Eigentlich nichts, Herr Pocchetino, denn damit ist die Leistung von Dele Alli gegen Tabellenführer Chelsea am 20. Spieltag bestens beschrieben. Gleich doppelt netzte der 20-Jährige ein. Mittlerweile stehen elf Tore und zwei Assists im englischen Oberhaus für Alli zu Buche, schon jetzt mehr als in seiner Debüt-Saison.

Ähnlich aber anders formulieren es die Spurs-Fans in ihrem umgedichteten Lied: "We've got Alli, Dele Alli / I just don't think you understand / He only costs five mill / He's better than Özil / We've got Dele Alli". In der Tat scheint es beim Blick auf die nackten Fakten, als habe Alli im inoffiziellen Duell mit Özil die Nase vorn: Der Gunner-Star kommt auf fünf Treffer und zwei Vorlagen.

Beeindruckend dabei ist das Wie: Alli, der eigentlich im zentralen Mittelfeld beheimatet ist, zieht es immer wieder in die Sturmspitze. Dort bringt er sich im Fünfmeterraum in Stellung und sorgt für ständige Unruhe. Vier Tore konnte der junge Engländer bereits mit dem Köpfchen erzielen. Dabei ist der Nationalspieler auch technisch mehr als versiert und vernascht seine Gegner mitunter auf dem Bierdeckel. Je nach Situation lässt er sich aber auch gerne fallen und zimmert aus der zweiten Reihe aufs Tor.

Kindheit zwischen Drogen, Alkohol - und Fußball

"Er beackert jeden Zentimeter auf dem Rasen. Er führt Zweikämpfe, er schießt Tore. Er ist ein moderner All-Action-Fußballer", schwärmte sein ehemaliger Coach Karl Robinson von den Milton Keynes Dons nach dessen Debüt-Saison in London. Dabei war Allis Ziel, Fußball-Profi zu werden, eigentlich schon früh in weite Ferne gerückt.

Dreizehn. So alt war Bamidele "Dele" Jermaine, als er seine Mutter verlassen musste. "Es war herzzerreißend, aber es war das Richtige", versicherte seine Mutter Denise später in einem Interview mit dem Boulevard-Blatt "Sun". Deles Mutter hatte ihn an Pflegeeltern abgegeben, damit diese sich um ihren Sohn kümmern konnten. Sie selbst, alleinerziehende Mutter von vier Kindern, habe es nicht mehr geschafft.

Zu groß war ihr eigenes Alkoholproblem: "Ich habe für ein paar Jahre alles getrunken. Bier, Vodka, alles", blickte Denise Alli zurück. Zu groß ihre Sorgen, das Jugendamt könne ihr den Sohn wegnehmen. Zu gefährlich die Gegend in Milton Keynes, in der Jugendbanden ihr Unwesen trieben und mit Drogen dealten.

Dele Alli, der Verblüffer

Also nahmen Sally und Alan Hickford den Alli-Sprössling bei sich auf. Der Straßenkicker passte sich schnell an. Schon als Teenager spielte Alli in der ersten Mannschaft der Milton Keynes Dons und erarbeitete sich den Ruf eines Spielers, der stets das Unerwartete wagt - und zelebriert.

So sollte im Training der MK Dons einmal eine neue Eckball-Variante einstudiert werden. Manager Robinson instruierte Alli, zum kurzen Pfosten zu laufen und den Ball mit dem Kopf leicht zu touchieren. Der Ball kam allerdings zu flach. Alli war es egal und bugsierte das Leder mit der Hacke in die kurze Ecke. Damit nicht genug, der Youngster zelebrierte gleich den passenden Torjubel: Das Kaugummi ausgespuckt, jonglierte er das weiße Kügelchen von einen Fuß auf den anderen, schoss es schließlich in die Luft und schnappte mit dem Mund wieder zu - Alli, der Verblüffer, war damals erst zarte 16 Jahre alt.

Alli zum FC Bayern? "Ein recht mageres Gerücht"

Als bester Nachwuchsspieler der Aufstiegssaison wechselte Alli im Februar 2015 zu den Spurs, wobei er die Rückrunde noch bei den MK Dons verbrachte. Der Sprung aus Liga drei in die wohl beste Spielklasse der Welt hätte so manchen ehrfürchtig erstarren lassen. Nicht aber den Mittelfeldspieler, der in Windeseile auch in der Nationalelf Fuß fasste.

Verständlich, dass längst auch Europas Top-Klubs auf den 20-Jährigen aufmerksam wurden. Die Qualitäten eines Dele Alli stünden auch dem FC Bayern München gut zu Gesicht, vermeldete die "Times" Anfang Februar. Ein englischer Nationalspieler in der Bundesliga? Dele Alli wäre nach Owen Hargreaves (Bayern, 1997-2007) der erste englische A-Nationalspieler in Deutschland seit einer gefühlten Ewigkeit.

Angesprochen auf dieses Gerücht, entgegnete England-Legionär Gerhard Tremmel im exklusiven Interview mit sport.de knallhart: "Zunächst einmal ist es ja kein Geheimnis, dass sich kaum ein deutscher Verein auch nur annähernd mit der Finanzkraft eines Premier-League-Klubs messen kann", so der Swansea-Keeper. Außerdem werde "die Premier League nun mal als die Liga schlechthin angesehen", so dass Alli niemals zum deutschen Rekordmeister wechseln würde. Denn: "Bayern spielt nun mal in der Bundesliga." Am Ende sei das Wechsel-Thema nur "ein recht mageres Gerücht".

Zurück zu den Tatsachen: Am Samstag (ab 18:30 Uhr im sport.de-Liveticker) will Alli wieder zaubern. Gegen den FC Liverpool will der Alleskönner sein Talent erneut unter Beweis stellen. Und seinen Trainer und seine Fans erneut verzücken.

Gerrit Kleiböhmer

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