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Wolfsburger Bankrotterklärung gegen Bayer

Bediente Wölfe in Leverkusen zeigt sich der VfL in erschreckender Form.
Bediente Wölfe in Leverkusen zeigt sich der VfL in erschreckender Form.
Foto: © getty, Mika Volkmann
02. April 2016, 10:32

Vor dem Saisonhöhepunkt gegen Real Madrid präsentiert sich der VfL Wolfsburg in allen Bereichen in erschreckender Form.

Alarmstimmung beim VfL Wolfsburg: Der Pokalsieger gibt kurz vor dem Saisonhöhepunkt gegen Real Madrid in der Champions League am Mittwoch (20:45 Uhr) auf allen Ebenen ein erschreckendes Bild ab. Sportlich präsentiert sich das mit Stars gespickte Team des zunehmend ratlos wirkenden Trainers Dieter Hecking in einem desolaten Zustand, wie bei der 0:3 (0:1)-Bankrotterklärung im wichtigen Duell der Europacup-Anwärter bei Bayer Leverkusen dokumentiert. Neben dem Rasen sorgen die Fälle Max Kruse und Niklas Bendtner für Negativschlagzeilen.

"Diese Vorfälle dürfen nicht als Ausreden für unsere schwache Leistungen dienen. Dafür sind wir auf dem Platz alleine verantwortlich. Das ist viel zu wenig, was von uns kommt. Wir müssen schnell die Kurve kriegen", sagte der frustrierte VfL-Kapitän Diego Benaglio. Der Schweizer war bei seinem Comeback im Wolfsburger Tor an den drei Gegentreffern von Julian Brandt (27.), Javier Hernandez (73.) und Vladlen Yurchenko (87.) schuldlos, wirkte nach dem Abpfiff aber regelrecht schockiert angesichts der desolaten Verfassung seiner Vorderleute.

Wölfe wie paralysiert

Dazu zählte auch Weltmeister Julian Draxler, der seinen Kollegen bei Sky unprofessionelles Verhalten vorwarf: "Ich hatte das Gefühl, dass Real Madrid schon zu viel in den Köpfen rumgespukt ist, im Umfeld und bei der Mannschaft. Anders kann ich mir so eine Leistung nicht erklären."

Wie paralysiert wirkte auch der Trainer. "Wenn man unsere Leistung von heute sieht, verbietet es sich, über die Champion League nachzudenken", sagte Hecking. Aber selbst das Trostpflaster Europa League gerät immer mehr außer Sichtweite, was seine Gründe hat. "Würde ich die alle aufzählen, säßen wir noch die ganze Nacht hier. Das werden wir am Saisonende aufarbeiten", sagte Hecking und machte damit überdeutlich, dass beim Vizemeister in dieser Spielzeit eine ganze Menge im Argen liegt. Aktuell konstatierte Hecking lediglich: "So wie wir auftreten, sind wir keine Mannschaft. Das wird gegen Real nicht prickelnd."

"Es war viel zu harmlos"

Auch Klaus Allofs war restlos bedient. "Eigentlich hat heute fast alles gefehlt. Es war viel zu harmlos, dafür gibt es eigentlich keine Worte. Das war nicht der Beweis, dass wir noch etwas mit den Europapokal-Plätzen zu tun haben wollen", sagte der VfL-Geschäftführer nach dem Abpfiff bei Sky.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Spione von Real Madrid die BayArena längst verlassen. Ihrem Chef Zinedine Zidane werden sie nichts berichten können, was dem Coach der Königlichen Furcht einflößt. "Vielleicht nehmen sie uns ja auf die leichte Schulter", sagte Benaglio mit einem leichten Grinsen im Gesicht, begrub dann aber im selben Atemzug diese Hoffnung: "Mannschaften solchen Kalibers machen das nicht."

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