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"Zum ersten Mal kein konkretes Ziel"

Bitteres Geständnis von Biathlon-Ass

Italiens Biathlon-Star Tommaso Giacomel hat einen schwierigen Sommer hinter sich
Italiens Biathlon-Star Tommaso Giacomel hat einen schwierigen Sommer hinter sich
Foto: © IMAGO/Felice Calabro / ipa-agency.net
25. September 2026, 07:01
sport.de
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Seinen Sommer dürfte sich Tommaso Giacomel ganz anders vorgestellt haben: Die italienische Biathlet zog sich im Juni eine Schulterverletzung zu und verpasste dadurch weite Teile des Trainings der Nationalmannschaft. Erst in dieser Woche endet die Leidenszeit des 26-Jährigen, der in Antholz wieder zu seinen Kollegen stößt. Eine Erlösung, wie er selbst verrät.

"Ich habe dieses Jahr nur sehr wenig mit der Mannschaft trainiert. Ich war nur beim ersten Trainingslager dabei. Danach bin ich nicht nach Norwegen gereist. Ich war zwar hier in Obertilliach, aber es war, als wäre ich gar nicht da, weil ich ganz andere Dinge gemacht habe", blickte Giacomel im Interview mit "Fondo Italia" zurück.

Auch an den italienischen Sommermeisterschaften konnte der erfahrene Skijäger nicht teilnehmen. "Dieses Trainingslager ist also das erste, bei dem ich wieder etwas mehr Zeit mit der Gruppe verbringen kann", merkte Giacomel an. Es sei "wie immer schön, Zeit mit den Jungs zu verbringen."

Dass er in der Zwischenzeit den Anschluss verloren haben könnte, verneinte der Südtiroler. Insbesondere am Gewehr sei er unverändert stark. "In dieser Hinsicht hat sich nichts geändert. Alles ist genau wie vorher. Ich musste lediglich ziemlich lange warten, bis ich wieder mit dem Schießen beginnen konnte, vor allem im Liegendanschlag", verriet der vierfache WM-Medaillengewinner.

Schwieriges Biathlon-Jahr für Giacomel

Nichtsdestotrotz bleibt Giacomel vorsichtig, wenn es um seine Ambitionen geht. "Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich das Gefühl, kein konkretes Ziel zu haben", gestand er: "Weil ich zu diesem Zeitpunkt der Saison weiter im Rückstand bin als sonst."

Dementsprechend werde er im Winter viel Geduld benötigen. "Es wird sicher eine unvorhersehbare Saison", prophezeite Giacomel.

Für den Italiener ist das Biathlon-Jahr 2026 generell nicht nach Plan verlaufen. Bei den Olympischen Winterspielen war er im Massenstart als Führender zusammengebrochen. Später wurde bei Giacomel ein Herzfehler diagnostiziert, eine OP war in der Folge unausweichlich.

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