Ex-Nationalspieler Matthias Sammer kann nachvollziehen, warum der kriselnde Torjäger Deniz Undav vom VfB Stuttgart vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp nicht für seinen ersten DFB-Kader nominiert wurde.
"Jürgen Klopp hat eine gewisse Idee, wie er Fußball spielen möchte und welche Spieler er dazu braucht. Laufstark, Intensität, sofortige Reaktion bei Ballverlust", sagte der Europameister in der "Sky"-Sendung "Sammer & Basile - der Hagedorn-Talk".
Man könne "zumindest infrage stellen", ob Undav diese Eigenschaften mitbringe. "Stand jetzt hätte ich ihn nicht nominiert."
Er riet Klopp aber dazu, den 30-Jährigen im Auge zu behalten, "weil er dir mit seinen Qualitäten irgendwann, wenn du in der Box Themen hast, helfen kann."
Undav hatte sich zuvor von seiner Nichtberücksichtigung überrascht gezeigt.
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Nach seinen Lichtblicken bei der für die deutsche Mannschaft desaströsen WM habe er "damit gerechnet, nominiert zu werden, ich dachte, ich hätte da einen Puffer", sagte der neue Kapitän des VfB Stuttgart bei "Sky". "Aber ich bin kein Kind von Traurigkeit, ich heule da nicht rum."
VfB Stuttgart: Deniz Undav war "kurz enttäuscht"
Er sei "kurz enttäuscht", gewesen, so Undav, der sich aber auch kämpferisch gab: "Ich muss mich neu beweisen und neu alles geben. Das ist zwar anstrengend, das immer wieder bei einem neuen Trainer zu machen, aber ich werde es wieder tun".
Sammer sagte dazu nun: "Willkommen im Leben, willkommen in Leistungssport, willkommen in der Brutalität, auch bei Veränderungen. Willkommen, ein neuer Trainer. Wenn du Kredite willst, musst du zur Bank gehen. Alles andere musst du dir neu erarbeiten."
Der Europameister von 1996 ergänzte: "Jürgen Klopp ist, und ich liebe das, im Leistungssport nicht kompromissbereit. Er ist kompromisslos. Er hat vielleicht ein Signal gesetzt, ob richtig oder falsch, wissen wir alle nicht."





























