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"Ich war am Boden zerstört"

Darts-Star schockiert mit Geständnis

Stephen Bunting rutschte in die Spielsucht ab
Stephen Bunting rutschte in die Spielsucht ab
Foto: © IMAGO/Goal Sports Images
09. September 2026, 14:13
sport.de
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Der erfolgreiche Darts-Profi Stephen Bunting hat auch dunkle Zeiten hinter sich. Schonungslos offen packt der 41-jährige Engländer über seine Spielsucht aus.

Im Gespräch mit "The Guardian" erklärte er, dass ihn eine Spielsucht an den Rand des finanziellen und sportlichen Ruins brachte. Nach eigenen Angaben häufte der Engländer Schulden in Höhe von rund 90.000 Pfund (rund 104.000 Euro, Anm. d. Red.) an und dachte zeitweise sogar daran, seine Darts-Karriere zu beenden.

Besonders schwierig verlief für den heute 41-Jährigen das Jahr 2022. Bunting schaffte es bei keinem größeren Turnier über das Achtelfinale hinaus und blieb auch auf der ProTour ohne nennenswerten Erfolg. Parallel geriet seine Spielsucht zunehmend außer Kontrolle.

"Es war verrückt. Ich habe diese Online-Spielautomaten gespielt und gar nicht gemerkt, was ich da eigentlich tue. Es war nur ein Pfund pro Spin – aber eben sehr viele Spins", sagte Bunting.

Wie groß das Ausmaß tatsächlich war, wurde ihm erst bewusst, als seine Ehefrau Keila die Kontoauszüge überprüfte.

"Als Keila den Kontoauszug bekam, dachte ich nur: 'Oh nein.' Aber erst als sie ihn mir zeigte, habe ich verstanden, wie schlimm es wirklich war. Ich war am Boden zerstört. Seitdem habe ich das nie wieder gemacht", erklärte der Engländer.

Darts: Stephen Bunting dachte an Karriereende

Angesichts seiner finanziellen Lage spielte Bunting sogar mit dem Gedanken, den Profisport hinter sich zu lassen.

"Ich habe im Internet nach Jobs gesucht. Ich hätte im Einzelhandel arbeiten oder zu meinem alten Job bei der Stadtverwaltung zurückkehren können. Ich konnte einfach nicht mehr."

Den Wendepunkt schaffte der Engländer schließlich mit professioneller Hilfe. Gemeinsam mit einem Sportpsychologen und einem Hypnotherapeuten arbeitete er an seinem mentalen Wiederaufbau. Noch heute nutzt Bunting diese Unterstützung regelmäßig – insbesondere vor großen Turnieren oder in schwierigen Phasen.

"Manchmal spreche ich sogar zweimal pro Woche mit ihnen, wenn ein großes Turnier ansteht oder die Ergebnisse nicht stimmen", so Bunting. Die Arbeit zahlte sich aus. Bunting etablierte sich wieder in der Weltspitze der PDC und zählt inzwischen erneut zu den besten Spielern der Welt.

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