Borussia Dortmund setzt in seiner Transfer-Politik wieder verstärkt auf Talente - eine Rückkehr zu alten Mustern, die BVB-Berater Matthias Sammer begrüßt.
"In der Vergangenheit wurde vielleicht ein bisschen vernachlässigt, den einen oder anderen jungen Spieler mit Potenzial zu holen", erklärte der Europameister von 1996 bei "Amazon Prime Video".
Sammer forderte aber auch: "Wir müssen weg von der Diskussion, junge Spieler nur zu holen, um sie später teuer verkaufen zu können. Wir sollten junge Spieler holen, um die Mannschaft besser zu machen und sie an den Ansprüchen in Dortmund auszurichten."
Junge Akteure wie Konstantinos Karetsas (18), der derzeit verletzte Giannis Konstantelias (23) oder Joane Gadou (19) wechselten in diesem Sommer zum BVB - und erzeugten auch im Umfeld des Vizemeisters viel Aufbruchstimmung.
| Name | Abgebender Verein | Ablösesumme |
|---|---|---|
| Konstantinos Karetsas | KRC Genk | 30,00 Mio. € |
| Giannis Konstantelias | PAOK Saloniki | 26,00 Mio. € |
| Joey Veerman | PSV | 22,00 Mio. € |
| Joane Gadou | RB Salzburg | 19,50 Mio. € |
| Kauã Prates | EC Cruzeiro | 7,00 Mio. € |
| Justin Lerma | Independiente del Valle | 4,00 Mio. € |
| Ethan Nwaneri | Arsenal | Leihe |
"Es war wichtig, wieder einen guten Mix im Kader zu haben. Diese Kombination ist sehr spannend und sehr wichtig", sagte Sammer.
Er lobte, mit Trainer Niko Kovac, Sport-Geschäftsführer Lars Ricken sowie Ole Book als Sportdirektor sei beim BVB "eine Konstellation entstanden, in der sich wieder etwas entwickeln kann".
BVB will mehr "Ästhetik"
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Bereits 2025/2026 stimmten oft die Ergebnisse beim BVB. Jetzt wollen die Schwarz-Gelben unter Kovacs Regie mehr. "Niko hat uns von Platz elf auf vier und von vier auf zwei geführt - mit physischem Fußball und defensiver Stabilität. Ende der vergangenen Saison hat er bereits junge Spieler eingebaut. Jetzt wollen wir mit diesen Spielern auch ein Stück weit Ästhetik in die Mannschaft bringen", sagte Sammer.
Das Wort "Spektakel" werde ihm rund um den BVB derzeit aber "zu häufig genannt", monierte der frühere Sportchef des FC Bayern. "Wenn Spektakel aus den Entwicklungen der vergangenen Monate entsteht, sind wir auf dem richtigen Weg. Aber die Grundtugenden des Fußballs müssen ausbalanciert werden: Attraktivität mit dem Ball, Klarheit gegen den Ball, Persönlichkeit und verschiedene Lösungen in unterschiedlichen Spielphasen."
Das müsse der "Dortmunder Weg" sein, so Sammer, "mit den Transfers, die jetzt getätigt worden sind. Wir streben eine Veränderung an, gar keine Frage. Es sind alle, alle bereit. Aber nicht der Veränderung wegen, sondern auf den stabilen Grundlagen".





























