Einst galt Iva Moric als vielversprechendes Talent im deutschen Biathlon. Die 22-Jährige tritt mittlerweile für Kroatien an und hat laut eigener Aussage den Spaß zurückgefunden.
"Mir ist bewusst geworden, dass ich in den vergangenen Jahren viele Entscheidungen nur deshalb getroffen habe, um es anderen recht zu machen. Jetzt wollte ich etwas für mich selbst tun", erklärte Moric im Interview mit dem internationalen Biathlonverband IBU.
Im Nachwuchsbereich war die Skijägerin noch für den Deutschen Skiverband aktiv. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2022 in Soldier Hollow gewann Moric drei Medaillen. Eine Covid-Infektion bremste Moric anschließend aus, zudem musste sie mit einem Krankheitsfall in ihrer Familie umgehen. Im vergangenen Herbst verkündete die Biathletin ihren Nationenwechsel, welcher mehrere Änderungen mit sich brachte.
Spaß am Biathlon ist zurück
"Ich organisiere mein Training selbst. Ich plane meine Trainingscamps, habe keine feste Basis mehr und sehe meine Teamkolleginnen nur sehr selten. Doch das passt zu mir, ich war schon immer eher Einzelkämpferin", verriet Moric.
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Als "Einzelkämpferin" hatte es das ehemalige DSV-Talent nicht immer einfach. "Die letzten drei Jahre waren hart für mich. Ich hatte Angst davor, Fehler zu machen und nicht gut genug zu sein. Jetzt habe ich wieder Spaß am Biathlon und freue mich jedes Mal, wenn ich die Ziellinie überquere", schilderte Moric.
Im Januar machte die Zukunftshoffnung den nächsten Schritt in ihrer Karriere. Das Weltcup-Debüt in Ruhpolding sei "unglaublich schön" gewesen, blickte Moric auf den besonderen Moment zurück. "Dort bin ich aufgewachsen. Vor so einem tollen Publikum zu laufen, war unbeschreiblich. Alle haben mich mit Respekt behandelt, auch wenn ich nicht mehr für Deutschland starte. Ich habe jeden Selfie-Wunsch erfüllt", erklärte sie.

