Caitlin Clark hat die Indiana Fever am Freitag zu einem 110:107-Heimsieg gegen die Seattle Storm geführt. Mit 45 Punkten und 10 Assists wurde sie zur ersten Spielerin in der Ligageschichte, die diese Werte in einem Spiel erreichen konnte. Obendrein stellte ihr sportliches Erdbeben ein Novum in der Geschichte der Fever-Franchise dar.
Der Höhepunkt des Abends? Natürlich ein Dreier! Zum wichtigsten Zeitpunkt der Partie war Clark für die Fever zur Stelle und brachte ihr Team rund 40 Sekunden vor dem Ende mit einem tollkühnen Stepback-Dreier ins Gesicht von Gegenspielerin Flau'jae Johnson mit 105:102 in Führung. Es waren ihre Punkte 39,40 und 41 an diesem Abend, was gleichbedeutend mit dem ersten 40-10-Spiel in der Geschichte der WNBA war.
In den finalen 20 Sekunden baute sie ihr Punktekonto von der Freiwurflinie weiter aus, sodass sie mit Erklingen der Schlusssirene im Gainbridge Fieldhouse in Indianapolis vor 17.274 Zuschauern zur ersten Akteurin im Fever-Dress wurde, die die Marke von 45 Zählern erreichen konnte. Dass sie damit ein neues Career-High aufstellte, verkam zu einer Nebensache.
Denn an statistischen Superlativen mangelte es am Freitag nicht. Gemäß der Daten von ESPN Research legte sie in zweierlei Hinsicht ein Rekordtempo hin. Einerseits wurde Clark zur ersten Spielerin, die 45 Punkte in weniger als 30 Minuten Spielzeit erzielte und andererseits erreichte keine Spielerin vor ihr schneller die Marke von 300 Dreiern (74 Spiele).
Clark "hätte auch auf einem Bein gespielt"
"An manchen Tagen spürt man einfach schon vor dem Hochball, dass es besonders wird. Heute hat sich nach einem solchen Tag angefühlt", kommentierte Clark ihre Galavorstellung. "Man muss daran glauben, dass man diese Abende erleben wird und sie sich vor Augen führen. Ich habe das Gefühl, dass ich das getan habe."
Nach drei Vierteln lag ihre Mannschaft noch mit 82:88 in Rückstand. Es folgten 16 Punkte im Schlussviertel des Fever-Stars. Hinzu kommt, dass Clark in den vorangegangenen zwei Partien aufgrund Rückenproblemen nur 25 Minuten im Schnitt auf dem Feld stand. Gegen die Storm waren es immerhin 29. Dass ihre Restriktion in diesem Spiel nicht greifen würde, war für Clark im Eifer des Gefechts nur noch Formsache:
"[Stephanie White, Fever-Trainerin, Anm. d. Red.] wusste es. Die Trainer wussten es. (...) Es war egal. Ich hätte auch auf einem Bein gespielt", sagte sie anschließend mit einem Grinsen im Gesicht. White selbst sah in ihrem Auftritt ihrer Leistungsträgerin nicht nur sportliche Klasse, sondern auch gesundheitlichen Fortschritt: "Es ist unglaublich. Einfach besonders. Sie macht Dinge, die wir vorher noch nie gesehen haben. Zu Beginn hatte sie richtig Power in ihren Aktionen. Man konnte sehen, dass sie sich besser gefühlt hat."
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