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Kein Unterschied zu Southgate?

Ex-England-Star sieht keinen Fortschritt unter Tuchel

Der Frust bei Thomas Tuchel sitzt nach dem englischen WM-Aus tief
Der Frust bei Thomas Tuchel sitzt nach dem englischen WM-Aus tief
Foto: © IMAGO/Mark Pain
16. Juli 2026, 13:21
sport.de
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Der englische WM-Traum ist geplatzt - mal wieder. Ex-Nationalspieler Kyle Walker erkennt unter Thomas Tuchel keinen echten Fortschritt.

"Thomas Tuchel wurde als englischer Nationaltrainer verpflichtet, um uns zum Erfolg zu führen. Aber als jemand, der unter Gareth Southgate gespielt hat, sehe ich kaum einen Unterschied zwischen seiner Amtszeit und dem, was wir bei dieser Weltmeisterschaft gezeigt haben", schrieb Walker in seiner Kolumne für das Boulevardblatt "The Sun".

"Gareth hat uns ins Halbfinale und in zwei EM-Endspiele geführt. Vielleicht wissen die Leute jetzt erst richtig zu schätzen, was er geleistet hat und wie schwer es ist, in einem Wettbewerb diese Hürde zu nehmen", meinte der 96-fache Nationalspieler Englands.

Tuchel hatte die Three Lions Anfang 2025 übernommen. Nach einer perfekten WM-Qualifikation ohne Gegentor galt das Mutterland des Fußballs bei der XXL-Weltmeisterschaft zum Kreis der Topfavoriten. Doch im Halbfinale gegen Argentinien platzte am Mittwoch der große Traum. Das Tuchel-Team gab in Atlanta eine 1:0-Führung in der Schlussphase aus der Hand und unterlag der Albiceleste mit 1:2.

Walker würde trotz WM-Aus an Tuchel festhalten

"Es ist dieselbe Geschichte, die mich in den letzten zehn Jahren meiner Karriere begleitet hat. Wenn man für England spielt, gibt es immer ein 'Wenn', ein 'Aber' und ein 'Vielleicht'. Wir gehören zwar immer noch zu den Titelanwärtern, aber das reicht einfach nicht aus", klagte Walker. Der 36-Jähre war im Frühjahr aus der Nationalmannschaft zurückgetreten.

Wie viele andere Experten kritisierte der Routinier ebenfalls die englische Mauer-Taktik nach dem 1:0-Führungstreffer gegen Argentinien. "Tuchel erntete Lob dafür, dass er gegen Mexiko, als wir nur noch zu zehnt waren, auf eine Fünferkette umgestellt und mit aller Kraft verteidigt hat – was auch funktioniert hat. Aber hier war es 11 gegen 11", schrieb Walker.

Der Rechtsverteidiger des FC Burnley erinnerte gleichzeitig an die Tücken des Trainerjobs. "Ich habe schon früher gesagt, dass Einwechslungen ein Glücksspiel sein können. Es ist wie ein Münzwurf, und wenn es richtig gut läuft, wird der Trainer dafür gelobt. Oder es kann schiefgehen, so wie es diesmal der Fall war", ordnete Walker ein.

Medienberichten zufolge darf Tuchel bis zur Europameisterschaft 2028 weitermachen. Walker hält das für eine vernünftige Entscheidung. "Und wer käme sonst noch in Frage? Könnten wir den Posten einem englischen Trainer übertragen, aber gibt es überhaupt jemanden vom Kaliber eines Thomas Tuchel? Wahrscheinlich nicht", meinte er.

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