Während Alexander Zverev am Freitag im ersten Wimbledon-Halbfinale gegen den britischen Underdog Arthur Fery und das Publikum antreten wird und dennoch klarer Favorit ist, kommt es im zweiten Duell um den Finaleinzug zum Kracher zwischen dem Jannik Sinner und Novak Djokovic. Tennis-Legende Boris Becker sagt eine Überraschung voraus.
"Ich glaube, dass Djokovic ins Finale kommt", legte sich Becker in seinem Podcast mit Ex-Top-10-Spielerin Andrea Petkovic fest, dass sein ehemaliger Schützling Titelverteidiger Sinner in die Knie zwingen wird. Becker agierte zwischen 2013 und 2016 als Coach von Djokovic.
Sinner, der in London einen schwierigen Start erwischte und in Runde eins fünf Sätze gegen Djokovics Landsmann Miomir Kecmanovic benötigte, spielte anschließend allerdings sehr stark. In den vergangenen vier Matches gab er keinen Satz ab. Das gilt auch für das Viertelfinale, in dem der Italiener Jan-Lennard Struffs Wimbledon-Traum krachend beendete.
Dennoch sieht Becker bei Sinner noch Luft nach oben: "Ich glaube, dass er sich schon steigern muss gegen Djokovic", sagte die Tennis-Ikone.
Für seinen früheren Schützling falle es ihm hingegen schwer, die richtigen Worte zu finden: "Ich suche nach neuen Überschriften, um diesen Mann aus Serbien zu beschreiben."
Nach Djokovics erfolgreicher 5:15-Stunden-Schlacht gegen den Kanadier Félix Auger-Aliassime sei er schlicht "sprachlos" gewesen, sagte Becker.
Mehr dazu:
Wimbledon: Becker von Zverev überzeugt
Im direkten Duell zwischen Sinner und Djokovic führt Sinner nur knapp mit 6:5, vier der Siege des "Djokers" stammen allerdings aus den ersten fünf Aufeinandertreffen. Seitdem hat der Italiener mächtig zugelegt. Ausgerechnet den letzten Vergleich im Halbfinale der Australian Open gewann Djokovic allerdings.
Auch in Wimbledon hat der Routinier leicht die Nase vorn. Hier gewann Djokovic zwei der bisherigen drei Matches gegen Sinner, der sich im Halbfinale 2025 jedoch sehr deutlich in drei Sätzen durchsetzen konnte.
Favorit auf den Titel ist für Becker aber ohnehin Zverev: "Ich finde", so der sechsmalige Grand-Slam-Sieger, "es ist die Chance seines Lebens, Wimbledon zu gewinnen."
"Ich war immer überzeugt: Mit diesem Aufschlag, mit dieser Physis muss der Kerl doch in Wimbledon gut spielen, das gibt es doch gar nicht", so Becker. Es gebe in diesem Jahr "keinen Grund", warum Zverev sich am Ende nicht durchsetzen sollte.

















