Tennis-Legende Roger Federer hat Wimbledon geprägt wie kaum ein anderer Spieler. Als der Schweizer nach seinem Lieblingsspiel beim Rasen-Klassiker gefragt wurde, wählte er sich jedoch nicht selbst aus.
"Da würde ich mich für Borg und McEnroe entscheiden", sagte Federer in einem Interview-Format mit der britischen "Vogue". Die Tennis-Ikone bezog sich damit auf das Wimbledon-Finale 1980.
Borg triumphierte damals mit 1:6, 7:5, 6:3, 6:7 (16:18), 8:6 gegen seinen großen Rivalen. Für den Schweden war es der letzte seiner insgesamt fünf Wimbledon-Siege.
"Zwei meiner absoluten Lieblingsspieler aller Zeiten – ihr wisst ja, wie sie fünf Sätze gespielt haben und hier oft gegeneinander angetreten sind –, und für mich ist der Moment am legendärsten, als Björn auf die Knie fällt und seinen Schläger in die Luft wirft", begründete Federer seine Wahl.
"Und ich glaube, am Ende trägt er seine rote Trainingsjacke. Damals, als man noch etwas mehr Farbe tragen durfte, und er die Wimbledon-Trophäe in die Höhe reckt – ich finde, das ist ein legendärer Moment", schwärmte der 44-Jährige vom ikonischen Borg-Sieg.
Roger Federer mit acht Wimbledon-Triumphen
Federer ist mit acht Titeln Rekord-Champion in Wimbledon. Der Schweizer lieferte sich ebenfalls legendäre Duelle. Unvergessen ist das Finale 2008, als der Maestro nach 4 Stunden und 48 Minuten Spielzeit mit 4:6, 4:6, 7:6 (7:5), 7:6 (10:8), 7:9 gegen Rafael Nadal unterlag. Viele Tennis-Beobachter sehen den Klassiker als das beste Tennis-Match aller Zeiten an.
Ein Jahr später siegte Federer im Wimbledon-Finale gegen Andy Roddick und avancierte dadurch zum Grand-Slam-Rekordsieger. Diesen Status hat inzwischen Novak Djokovic inne. Der Serbe triumphierte sieben Mal an der Church Road.
Federer ist nach seinem Karriereende ein gern gesehener Gast in Wimbledon. Erst am Montag schaute der Eidgenosse wieder in London vorbei.














