Jannik Sinner hat zwar souverän die dritte Runde von Wimbledon erreicht, doch wirklich überzeugen konnte der Weltranglistenerste bislang nicht. Die drohende Hitzewelle in London wirft nun zusätzliche Fragen auf.
Der Italiener setzte sich in seinen ersten beiden Matches gegen Miomir Kecmanovic und Nuno Borges durch, zeigte dabei jedoch nicht sein bestes Tennis. Vor allem mit seiner Vorhand offenbarte Sinner ungewohnte Schwächen, zudem musste er bereits mehrere Aufschlagverluste hinnehmen – für ihn eher untypisch.
Nach den bisherigen Auftritten äußerte sich der frühere Weltranglisten-Vierte Greg Rusedski besorgt. Im Podcast "Off Court mit Greg Rusedski" erklärte der Brite, dass vor allem die erwartete Hitze in der zweiten Turnierwoche zum Problem werden könnte.
"Meine Sorge bei Sinner betrifft die zweite Woche, wenn die Temperaturen richtig ansteigen", sagte Rusedski. "Dann wird er vermutlich im Achtelfinale stehen und besser im Turnier sein. Aber die große Frage ist: Kann er mit der Hitze umgehen?"
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Rusedski sieht dort den entscheidenden Unsicherheitsfaktor. "Ich mache mir keine Sorgen um sein Tennis – er wird sich von Runde zu Runde steigern, so wie es Djokovic in der Vergangenheit oft getan hat", so die ehemalige Nummer vier der Welt. "Aber in der zweiten Woche werden wir sehen, ob er eine Lösung für die Hitze gefunden hat."
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Duell mit Djokovic?
Auch spielerisch hat Rusedski Mängel bei Sinner erkannt. "Wenn er seine Schläge nicht sauber trifft, gehen sie oft komplett daneben, weil sein Schwung so schnell ist", erklärte der Brite. "Er ist nicht wie Carlos Alcaraz, der über ein riesiges Repertoire verfügt und sein Spiel variieren kann."
Trotz der Kritik bleibt Sinner für Rusedski ein Topfavorit auf den Titel. Direkt nach dessen Auftaktsieg hatte der Brite den Titelverteidiger weiterhin an Nummer eins seiner Favoritenliste gesetzt – knapp vor Novak Djokovic.
Ein mögliches Halbfinalduell zwischen den beiden würde für besondere Spannung sorgen. "Wenn er auf Djokovic trifft, wird das sehr interessant – denn Novak ist aktuell in Topform", warnt Rusedski
















