Nach fünf Jahren bei den Orlando Magic endet die Zeit von Moritz Wagner in Florida wie erwartet. Wie am Mittwoch durchsickerte, unterschrieb der 29-Jährige bei den Brooklyn Nets einen Zweijahresvertrag, der ihm insgesamt 19 Millionen Dollar einbringen wird. Im Podcast mit seinem jüngeren Bruder Franz sprach der deutsche Nationalspieler über den Schritt in den Big Apple.
Moritz Wagner gab in der neuesten Ausgabe von "Kannst du so nicht sagen" zu, dass er aus finanzieller Sicht "total erleichtert ist", eine neue Heimat in der NBA gefunden zu haben: "Nach so einer Verletzung weißt du auch nicht, wie der Markt für dich aussieht. Meine Freundin und ich können es noch gar nicht fassen. Meine Freundin ist direkt zum NBA-Store gefahren und hat eine Mütze gekauft."
Dass es ihn nun in den Big Apple zieht, kommt dem Weltmeister von 2023 auch deshalb so gelegen, weil er dort mit seiner Lebensgefährtin zusammenwohnt. "Wir bleiben einfach zuhause", freute sich der DBB-Star, der die vergangenen sechs Jahre bei den Magic unter Vertrag stand: "Als wir das Telefon aufgelegt und beide zugestimmt hatten, haben wir beide geweint. Weil man schon so ein bisschen checkt: das fühlt sich richtig an irgendwie."
Aufeinandertreffen der Wagner-Brüder wird "so komisch"
Der 29-Jährige bekommt durch seine Unterschrift in Brooklyn eine deutliche Gehaltserhöhung: Im vergangenen Juli hatte er bei den Magic einen Einjahresvertrag über 5 Mio. Dollar unterschrieben, auch weil er noch mit den Folgen eines Kreuzbandrisses zu kämpfen hatte. In 36 Spielen stand er im Schnitt gerade einmal rund zwölf Minuten auf dem Parkett, dabei erzielte er 6,9 Punkte und 3,2 Rebounds.
Einen Wermutstropfen gibt es bei dem Wechsel dann aber doch: Nach fünf gemeinsamen Jahren mit Bruder Franz trennen sich die Wege in der besten Basketball-Liga der Welt. "Da war ich auch ein bisschen nervös. Weil der war ja überhaupt nicht involviert. Und es war auch schneller, als wir geplant hatten. Aber die Augen sind ganz schön groß geworden. Und wenn er so große Augen hat, weiß ich, dass er sich freut", berichtete Moritz Wagner.
Der Erstrunden-Pick der Los Angeles Lakers von 2018 gestand aber, dass es "weh tut, dass ich nicht mehr mit ihm zusammenspiele. Umso wichtiger ist die Nationalmannschaft". Dass die beiden gebürtigen Berliner bald erstmals gegeneinander antreten werden, sei "so komisch", legte er nach: "Das will ich mir gar nicht vorstellen, wie komisch das ist. Das haben wir wirklich noch nie gemacht. Vielleicht mal im Training bei der Natio."
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