In der vorletzten Saison weckte die Slowenin Anamarija Lampic mit zwei Podiumsplätzen im Biathlon-Weltcup große Hoffnungen in ihrer Heimat. Doch im Olympia-Winter lief bei der 30-Jährigen dann nahezu alles schief. Entsprechend hart geht sie mit sich selbst ins Gericht.
Platz 66 im Gesamtweltcup, Rang 17 beim Sprint von Otepää als bestes Einzelergebnis - Anamarija Lampic hat fraglos ein gebrauchtes Jahr hinter sich.
Gegenüber dem slowenischen Skiverband machte die Skijägerin nun noch einmal deutlich, wie frustrierend die letzten Monate für sie gewesen sind.
"Ich möchte die vergangene Saison am liebsten vergessen und einen Haken darunter setzen. Es war die schlimmste meiner gesamten sportlichen Laufbahn", stellte Lampic schonungslos ehrlich fest.
Neuer Cheftrainer soll Biathlon-Karriere wiederbeleben
Mit der Verpflichtung des Italieners Armin Auchentaller als neuen Cheftrainer hofft die Slowenin in den kommenden Monaten auf einen Aufschwung.
"Wir fangen bei Null an, und ich möchte, dass es funktioniert. Ich will, dass wir den Schwung beibehalten, denn wir machen gute Fortschritte und motivieren uns gegenseitig. Die Neuzugänge bringen neue Perspektiven ein und verleihen uns sicherlich frischen Auftrieb", wagte Lampic einen optimistischen Blick in die Zukunft.
Nach den olympischen Winterspielen hatte die 30-Jährige noch ganz anders geklungen. "Das ist der Tiefpunkt meiner Sportkarriere", gestand Lampic, nachdem sie im Sprint nur 78. geworden war. "Ich würde gerne in ein Flugzeug steigen, an irgendeinen Strand fliegen und alles vergessen."
Der erfahrenen Biathletin war ihre gestörte Vorbereitung zum Verhängnis geworden. Aufgrund diverser Erkrankungen hatte Lampic vor Olympia rund einen Monat Trainingsrückstand aufgebaut. "Und das fühle ich", erklärte Lampic damals.
Umso wichtiger war die Pause nach den Wettkämpfen, um den Kopf frei zu bekommen. Allem Anschein nach hat Lampic ihr persönliches Tief überwunden - auch wenn die Erinnerungen an die Horror-Saison 2025/2026 noch nicht komplett verschwunden sind.
