Ferrari-Star Charles Leclerc war stinksauer nach seinem Ausfall im Heimrennen. Beim Großen Preis von Monaco löste sein Crash zudem eine lange Rennunterbrechung aus.
Charles Leclerc ließ seinem Frust nach Defekt an seinem Ferrari beim Renn-Spektakel von Monaco freien Lauf - zunächst am Funk, dann im Gespräch mit den Mechanikern und schließlich gegenüber der Presse.
"Ehrlich gesagt sehe ich nicht ein, dafür die Schuld zu übernehmen. Diese verdammten Bremsen!", wütete der Monegasse, als er mit seinem Ferrari in Runde 66 in der Bande landete. Nachdem er aus dem Auto gestiegen und zur Box gelaufen war, diskutierte Leclerc dann lautstark mit seinen Mechanikern.
Sein Ärger war schließlich auch im Gespräch mit "Canal+" deutlich herauszuhören: "Die Bremsprobleme, die ich an den letzten Wochenenden hatte, sind inakzeptabel." Die hinteren Bremsen hätten den Geist aufgegeben, so sei es "unmöglich, die Kontrolle zu behalten". Er habe schon vor dem Re-Start gewusst, dass sie "nicht richtig laufen", erklärte er zudem gegenüber "Sky".
Mehr dazu:
Schlechter Asphalt als Grund? Leclerc will das nicht gelten lassen
Der 28-Jährige war zwölf Runden vor dem Schluss genau an der Stelle von der Strecke abgekommen, an der kurz zuvor auch Aston-Martin-Pilot Lance Stroll sein Rennen beendete. Leclercs Unfall hatte dann eine Rote Flagge ausgelöst, alle Fahrer mussten daher ihre Boliden in der Box abstellen und längere Zeit auf den Re-Start warten, während Kehrmaschinen mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren.
Denn: Vor der Kurve in der Bremszone hatte sich offensichtlich der Asphalt gelöst, der erst in den vergangenen Tagen angebracht worden war. "Das ist nicht Formel-1-like, wenn sich da der Asphalt löst", kritisierte "Sky"-Experte Ralf Schumacher während der Live-Übertragung.
Dass der bröckelnde Asphalt der Grund für seinen Ausfall war, wollte Leclerc dann aber gar nicht gelten lassen. "Nein, es scheint, als wäre das nicht das Problem gewesen. Ich habe gerade die Bestätigung bekommen, dass die Daten ein Bremsproblem zeigen."
Jerome d'Ambrosio, stellvertretender Ferrari-Teamchef, kommentierte bei "Sky": "Wir müssen jetzt zurück zur Fabrik und uns das detailliert anschauen." Es sei wichtig, dass beide Fahrer mit ihren Brems-Setups zufrieden sind. Womöglich wird Leclercs Setup zum nächsten Rennen geändert, bei Ferrari sei man "flexibel" genug.
Teamkollege Lewis Hamilton beendete den Großen Preis von Monaco hinter Kimi Antonelli auf dem zweiten Platz. Isack Hadjar im Red Bull wurde Dritter.
Vor Charles Leclerc waren bereits unter anderem die beiden Top-Fahrer Max Verstappen und Lando Norris ausgeschieden.






