DOSB-Vorständin Michaela Röhrbein hat angesichts maroder Sportstätten und wachsender Vereine deutlich höhere Investitionen in den Sport gefordert.
"Wir brauchen mindestens eine Milliarde pro Jahr, um wirklich voranzukommen", sagte die für Sportentwicklung zuständige Funktionärin im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die bislang bewilligte erste Tranche von 333 Millionen Euro aus der sogenannten Sportmilliarde sowie weitere 250 Millionen für Schwimmbäder reichten angesichts des Sanierungsstaus nicht aus, so Röhrbein.
Zugleich warnte Röhrbein vor den Folgen des Mitgliederbooms in den Vereinen. Viele Klubs müssten bereits Aufnahmestopps verhängen, weil Infrastruktur und Personal fehlten. "Wir ziehen die Generation Warteliste heran", sagte die 51-Jährige. Nach zuletzt 29,3 Millionen Mitgliedschaften erwartet der DOSB in diesem Jahr den dritten Mitgliederrekord in Folge.
Es brauche daher "noch mehr Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, die Trainingseinheiten leiten und die den Betrieb im Verein am Laufen halten", sagte Röhrbein: "Umso wichtiger ist es, dass diese Menschen, die ihre Zeit und Arbeitskraft unentgeltlich einbringen, dann auch die bestmöglichen Rahmenbedingungen erhalten."
