Wenige Monate nach dem großen Olympia-Skandal hat es im italienischen Curling-Team erneut geknallt. Die erste Frauen-Mannschaft des Verbandes hat geschlossen die Auflösung des Teams erklärt.
Der italienische Curling-Verband muss zur kommenden Saison eine neue Frauen-Mannschaft aufstellen. Wie Skipperin Stefania Constantini in den sozialen Medien mitteilte, hat sich das Team dazu entschlossen, sich aufzulösen und sich "neuen Herausforderungen" zu stellen, wie sie schrieb. Es sei Zeit für "ein neues Kapitel".
Neben Constantini waren bis zuletzt auch Elena Mathis, Marta Lo Deserto, Giulia Zardini Lacedelli und Angela Romei Teil der Mannschaft, die bei den Olympischen Spielen aus den falschen Gründen in die Schlagzeilen geriet.
Nominierungs-Skandal überschattet Olympia
Damals sorgte die Nominierung von Rebecca Mariani für großen Ärger innerhalb der Mannschaft. Die erst 19-Jährige wurde trotz ihrer geringen Erfahrung statt Romei in das Aufgebot berufen. Das Problem dabei: Rebecca ist die Tochter von Marco Mariani, der im italienischen Verband die Rolle des Technischen Direktors bekleidet. Ihm wurde vorgeworfen, seine führende Rolle innerhalb des Verbandes ausgenutzt zu haben, um seine eigene Tochter zu Olympia zu "schummeln".
Romei hatte nach ihrer Ausbootung unmittelbar rechtliche Schritte eingeleitet und den Fall vor den CAS gebracht. Olympia im eigenen Land verpasste die 29-Jährige trotzdem.
Der italienische Verband erklärte gegenüber "Reuters", dass kein Fehlverhalten vorliege und die Entscheidung auf Basis der sportlichen Ergebnisse des letzten Jahres getroffen wurde. Eine Darstellung, die viele anzweifelten.
Bei den Olympischen Spielen hatten die italienischen Curlerinnen einen Medaillenplatz klar verpasst und waren schon in der Gruppenphase sang- und klanglos gescheitert. Bei der anschließenden Weltmeisterschaft belegte die Mannschaft den achten Platz.
