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Kehl-Knall über Wochen vorbereitet?

Bericht über "Klima des Misstrauens" beim BVB

Waren sich nicht immer grün beim BVB: Lars Ricken (r.) und Sebastian Kehl
Waren sich nicht immer grün beim BVB: Lars Ricken (r.) und Sebastian Kehl
Foto: © IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO
24. März 2026, 20:37
sport.de
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Seit dem vergangenen Sonntag ist die Ära Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund vorbei. Immer mehr spannende Hintergründe zu dem heftigen BVB-Knall kommen ans Licht.

"Bild" schreibt von einem "Klima des Misstrauens" in Dortmund und mutmaßt, Kehl hätte wohl von sich aus den BVB-Abgang forciert, wenn sich Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und Klub-Boss Carsten Cramer nicht ohnehin dazu entschieden hätten.

Offenbar stimmte zuletzt nicht mehr allzu viel in der Chefetage der Schwarz-Gelben. Cramer soll zwar versucht haben, das angespannte Verhältnis zwischen Ricken und Kehl zu kitten, blieb dabei demnach aber weitgehend erfolglos.

Intern sei über Kehls Transfer-Politik gelästert worden, heißt es. Diese sei nach Ansicht seiner Kritiker zu wenig mutig und auch zu wenig BVB-like gewesen.

Negative Aspekte wie die millionenschwere und bislang gefloppte Verpflichtung des vormaligen Leihspielers Carney Chukwuemeka vom FC Chelsea seien Kehl angekreidet worden, obwohl auch die anderen Entscheidungsträger, vor allem Trainer Niko Kovac, sie mitgetragen hatten, heißt es.

Kehl und Ricken wiederum sollen darum gerungen haben, wer den größeren Anteil am 65 Millionen Euro schweren Verkauf von Jamie Gittens an die Blues hatte.

BVB: Mangelnde Kommunikation zwischen Kehl und Ricken?

Gemündet sei das schwierige Verhältnis des BVB-Duos in mangelnder Kommunikation untereinander, die angeblich auch Berater bei Vertragsgesprächen registrierten.

Kehls Außendarstellung sowie das angebliche Durchstechen von Interna an die Öffentlichkeit durch den langjährigen Kapitän sollen ebenfalls Steine des Anstoßes gewesen sein. Dass Kehl öffentlich mit den Gerüchten um ein Interesse des VfL Wolfsburg kokettierte, kam bei der restlichen BVB-Führungsriege wohl ebenfalls nicht gut an.

Brisant: Bereits seit Längerem sollen die Bosse daher den Wechsel auf der Sportdirektorenposition vorbereitet haben - eine Voraussetzung dafür, dass nur einen Tag nach der Trennung von Kehl mit Ole Book bereits dessen Nachfolger präsentiert werden konnte.

Kein Veto soll in der Kehl-Frage übrigens Klub-Präsident Hans-Joachim Watzke eingelegt haben - nachdem ihn Ricken angeblich schon vor Wochen in seine Pläne einweihte.

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