Der BVB und sein Sportdirektor Sebastian Kehl gehen ab sofort getrennte Wege. Der ehemalige HSV-Präsident Marcell Jansen kann den Schritt gut nachvollziehen. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg fand lobende Worte für die Arbeit des Kaderplaners.
Über die Zukunft des Kaderplaners wurde zuletzt immer wieder spekuliert, auch gibt es schon länger Kritik an den Entscheidungen des Ex-Kapitäns. Im Raum stand Medienberichten zufolge daher eine Trennung im kommenden Sommer, unter anderem der Hamburger SV wurde als mögliche neue Adresse gehandelt.
Dass die Trennung nun mit sofortiger Wirkung über die Bühne geht, sei aber absolut sinnvoll, sagte der ehemalige HSV-Präsident Marcell Jansen in der "Sport1"-Sendung "Doppelpass", in der der Dortmunder Paukenschlag umgehend kommentiert wurde. Er könne es "nur unterschreiben", so der 40-Jährige, der argumentierte: "Jetzt ist die Länderspielpause, Dortmund weiß, dass das Thema in der Liga mit dem zweiten Platz gesetzt ist. Du hast nicht mehr das Risiko, aber du brauchst Planungssicherheit."
Jansen, als Spieler in Gladbach, beim FC Bayern und beim HSV aktiv sowie zwischen 2021 und 2025 Präsident der Hamburger, fügte hinzu: "Du musst viele Entscheidungen treffen in den nächsten Wochen und Monaten, die wichtig werden." Dass die Trennung zugleich mit "anscheinend gegenseitigem Respekt" abläuft, finde er "sehr, sehr gut".
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Effenberg lobt Kehls Arbeit beim BVB
"Sport1"-Experte Stefan Effenberg ging in der Sendung auf Sebastian Kehls Perspektive ein. Für den nunmehr Ex-Sportdirektor des BVB sei es "wichtig" zu wissen, "wo er dran ist". Der Ex-Nationalspieler fügte hinzu: "Ich glaube, dass jeder Verein, der sich jetzt mit Sebastian Kehl beschäftigt, kann sich glücklich schätzen, wenn er ihn irgendwann in seinem Team hat. Ob das der HSV oder ein anderer Bundesligist ist, sei mal dahingestellt."
Kehl habe "seine Qualität bewiesen", lobte Effenberg die Arbeit beim BVB: "Er hat da Großes bewirkt, auch mit der Entscheidung Niko Kovac zu holen. Das waren alles richtige Entscheidungen. Er wird weiterhin seinen Weg gehen."
Der 46 Jahre alte Kehl verlässt den BVB nach insgesamt 24 Jahren. Der 31-fache Nationalspieler kam 2002 SC Freiburg nach Dortmund, avancierte dort zur festen Größe und zum Kapitän. Anschließend arbeitete er Schwarz-Gelb als Leiter der Lizenzspielerabteilung, von 2022 an war er Sportdirektor. Bei der Wahl eines Sport-Geschäftsführers war Kehl anschließend übergangen worden, die Wahl fiel seinerzeit auf Lars Ricken.
Der erklärte nun in der Mitteilung, man sei zu "der gemeinsamen Überzeugung gelangt, dass im Sommer der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen ist. Damit sich beide Seiten darauf vorbereiten können, haben wir uns einvernehmlich auf eine sofortige Beendigung von Sebastians Tätigkeit verständigt".
Ricken und Kehl waren 2002 zusammen als Spieler deutscher Meister mit dem BVB geworden.




























