Auf den VfB Stuttgart wartet am Donnerstagabend in der Europa League (ab 20:15 Uhr LIVE bei RTL/Nitro und auf RTL+) in Porto eine echte Herkulesaufgabe. Nationalspieler Jamie Leweling erklärt im exklusiven Interview, wie der VfB im Estádio do Dragão bestehen will. Auf die hitzige Atmosphäre freut er sich sogar.
Der VfB Stuttgart muss im Achtelfinal-Rückspiel in der Höhle des Drachen bestehen. Das allerdings wird richtig schwierig. Der FC Porto ist im heimischen "Drachenstadion" in Liga und Europa League noch ungeschlagen und kassierte erst sieben Tore.
Die Stuttgarter müssen allerdings einen 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen, was die Situation deutlich verschärft. Die Schwaben brauchen also mindestens ein Tor mehr als Porto, um die Verlängerung zu erreichen.
"Gegen Porto ist auf jeden Fall ein Endspiel. Wir sind 1:2 hinten. Wie ich gehört habe, erwartet uns ein ekliges, sehr emotionales Stadion", sagte Jamie Leweling im exklusiven Gespräch mit RTL/ntv und sport.de. Wie werden die VfB-Stars zu Drachenbändigern? "Wir werden da mit Ruhe auftreten und ein gutes Spiel abliefern. In der Ruhe liegt die Kraft. Indem wir einfach bei uns bleiben, an unsere Stärken glauben", so Leweling.
Der Außenbahnspieler ist überzeugt, dass der VfB die offensive Qualität hat, "um mehr als ein Tor zu schießen. Wir brauchen Durchhaltevermögen, Ruhe, Selbstvertrauen, weil wir eine Topmannschaft sind."
Zudem verweist er auf den Auswärtssupport. "Und wir haben unsere Fans dabei, das wird uns auch nochmal ein bisschen Kraft geben. Und dann werden wir das Ding rocken", ist sich der 25-Jährige sicher.
Spielweise des FC Porto "sehr speziell"
Das Spiel im Dragão dürfte ziemlich hitzig werden. Vor einer Woche echauffierten sich Deniz Undav und Angelo Stiller über die aus ihrer Sicht theatralische und unfaire Spielweise Portos, Stichwort: Zeitspiel.
"Die haben auf jeden Fall einen Punkt getroffen bei uns, den bislang noch keine Mannschaft getroffen hat", gesteht Leweling: "Die Spielart des FC Porto ist schon sehr speziell. Es ist hart an der Grenze, aber es ist erlaubt."
Porto habe eben die Grenzen ausgelotet, betont er. "So etwas hatten wir in der Bundesliga noch nicht. Man ist emotional und will irgendwas machen, aber man ist machtlos. Doch man muss damit klarkommen - und ruhig bleiben."
Im Hinspiel hatten die Porto-Profis nach ihren Toren zudem provokant vor der Stuttgarter Heimkurve gejubelt. Es folgte ein galliges Pfeifkonzert. In Porto wird den VfB Ähnliches erwarten.
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"Ich freue mich, und ich glaube, der Großteil der Mannschaft freut sich auch, in diesem Stadion zu spielen", sagt Leweling, der auch Vorteile sieht. "Es holt vielleicht bei dem einen oder anderen Spieler auch nochmal ein paar Prozent raus, wenn man ausgepfiffen wird, wenn man provoziert wird von den Fans. Und vielleicht will man es den Fans dann erst recht zeigen und noch besser spielen."































