Beim Spitzenspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern gab es am Samstagnachmittag für Schiedsrichter Christian Dingert gleich mehrere knifflige Situationen zu entscheiden. Seine Regelauslegung missfiel den Gästen aus München derart, dass Ehrenpräsident Uli Hoeneß etwa von der "schlechtesten Schiedsrichterleistung" sprach, die er jemals in der Bundesliga gesehen hatte. Eine derart harte Bewertung wollte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus nicht teilen.
Referee Christian Dingert stand bei einer Vielzahl an Situationen im Mittelpunkt des Geschehens. Mehre Platzverweise, mehrere zurückgenommene Tore und viele weitere strittige Momente hatte es zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern gegeben.
In den meisten Situationen attestierte Lothar Matthäus dem Unparteiischen in seiner "Sky"-Kolumne eine angemessene Entscheidungsfindung.
Bezugnehmend auf die heftige Hoeneß-Schelte führte Matthäus weiter aus: "Uli Hoeneß sprach nach dem Leverkusen-Spiel von der schlechtesten Schiri-Leistung, die er je gesehen habe. Ich weiß nicht, welche Spiele Uli sieht, aber ich verstehe, wenn er aus der Emotion heraus so etwas sagt. Wenn ich aber sehe, was in den letzten Wochen gegen die Gegner des FC Bayern gepfiffen wurde, glaube ich, dass man Hoeneß' Worte nicht zu hoch hängen sollte."
Matthäus empfiehl dem FC Bayern mehr Gelassenheit
Zwar sei beispielsweise die Gelb-Rote Karte gegen Luis Diaz wegen einer angeblichen Schwalbe eine Fehlentscheidung gewesen. Matthäus wies aber darauf hin, dass der Kolumbianer schon vorher hätte mit glatt Rot vom Platz gekonnt hätte: "Diaz hatte aus meiner Sicht vorher schon Glück, dass er für sein hohes Bein gegen den Kopf von Aleix Garcia nur Gelb und nicht Rot gesehen hat. Auch wenn es keine Absicht von Diaz war, ich als VAR hätte den Schiedsrichter auf diese Szene aufmerksam gemacht."
Grundsätzlich zeigte Matthäus bei "Sky" wenig Verständnis dafür, dass der souveräne Tabellenführer gegen den Platzverweis von Luis Diaz sogar Einspruch eingelegt hatte. Der Weltmeister-Kapitän von 1990, der mit dem deutschen Branchenprimus selbst siebenmal deutscher Meister wurde, führte weiter aus: "Als Bayern München sollte man auch die Größe haben zu sagen: 'Okay, da hat jemand einen Fehler gemacht.'"



























