In der vergangenen Saison schoss Davie Selke den Hamburger SV als Torschützenkönig der 2. Bundesliga zurück ins Oberhaus. Im Sommer konnten sich Spieler und Verein dennoch nicht auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit einigen. Nun hat der 31-Jährige, der mittlerweile in der Türkei seine Brötchen verdient, noch einmal über sein Aus an der Elbe gesprochen.
"Es klingt für Außenstehende vielleicht aufgesetzt, weil ich schon einige Klubs hatte und nur ein Jahr in Hamburg war, aber ich sage ganz klar: Der HSV war meine bisher schönste Zeit", hob Davie Selke im Interview mit dem "kicker" hervor.
22 Treffer hatte der Stürmer zum Aufstieg in die Bundesliga beigetragen. Viele erwarteten daher seine Verlängerung in der Hansestadt, doch bekanntlich kam es anders.
"Ich wäre den Weg gern weitergegangen. Das ist keine Floskel", stellte Selke klar, nur um dann auf die Hintergründe einzugehen: "Natürlich geht es im Profifußball immer auch um Geld und Vertragslaufzeiten, alles andere wäre nicht ehrlich. Aber das Geld war nicht der entscheidende Grund. Bei mir war die maximale Bereitschaft zu einer Lösung da, und ich versichere Ihnen: Wenn auf der anderen Seite die gleiche Bereitschaft bestanden hätte, dann hätten wir auch eine Lösung hinbekommen." Ähnlich hatte er sich schon in der Vergangenheit geäußert.
Stattdessen schloss sich Selke ablösefrei dem türkischen Erstligisten Basaksehir an. Nach einem mäßigen Start lief der Routinier dort zuletzt heiß, steht aktuell bei zehn Toren in 22 Pflichtspielen.
Selke von Mega-Umbruch beim HSV überrascht
Böses Blut gibt es von Selkes Seite derweil nicht. "Ich gucke jedes HSV-Spiel und fiebere mit. Das wird auch immer so bleiben. [...] Es wird nie eine Distanz zwischen mir und dem HSV geben", verdeutlichte der frühere U21-Nationalspieler.
Dass nach seinem Abschied die halbe Mannschaft ausgetauscht wurde, überraschte Selke indes: "Ich fand, dass wir ein gutes Konstrukt hatten. Ich hätte punktuell auch etwas verändert und Spieler mit einer hohen Qualität dazugeholt, aber nicht in der Anzahl."
Doch: "Letztlich sage ich: Hut ab, wie dieser große Umbruch funktioniert hat."






























