Der Konflikt im Nahen Osten hat unmittelbare Auswirkungen auf die Formel 1. Wie mehrere internationale Medien berichten und auch RTL/ntv und sport.de erfahren haben, werden die beiden Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien nicht wie geplant ausgetragen und ersatzlos gestrichen. Grund sind massive Sicherheitsbedenken.
Der unvermeidliche Wort Case ist eingetreten! Wie RTL/ntv und sport.de bestätigen können, hat sich die Formel 1 zur Absage der beiden anstehenden Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien entschieden. Auch "Sky", "Bild", die "Daily Mail" und andere internationale Medien berichten dies.
Die Formel 1 selbst hat sich noch nicht dazu geäußert. Mit einer Stellungnahme wird aber zeitnah gerechnet. Die "Daily Mail" schreibt von einer offiziellen Bestätigung innerhalb der nächsten 48 Stunden.
Formel-1-Transport ohne Sicherheit
Grund für die Absage ist der anhaltende Konflikt im Nahen Osten. Die erste Formel-1-Fracht hätte sich bereits Mitte nächster Woche auf den Weg in den Nahen Osten machen müssen, um für das Rennwochenende in Bahrain (10. bis 12. April) einsatzbereit zu sein. Für die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann Stand heute jedoch nicht garantiert werden.
"Die frühe Absage muss jetzt passieren, weil die Logistik für diese beiden Rennen sehr, sehr groß ist", erklärt RTL-Insider und sport.de-Kolumnist Felix Görner dazu.
Formel 1 und Ausrichter mit Millionenverlusten
F1-CEO Stefano Domenicali und FIA-Boss Muhammed Ben Sulayem sollen sich bereits seit einigen Tagen mit den Ausrichtern in Bahrain und Saudi-Arabien im Austausch befinden, um die wirtschaftlichen Folgen einer Rennabsage und mögliche Kompensationszahlungen zu besprechen. Bahrain zahlt für die Austragung des Rennens bis zu 45 Millionen Euro, Saudi-Arabien sogar bis zu 70 Millionen.
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"Es wird jetzt beiderseitig an einer Lösung gearbeitet, wie man diese Verluste aufteilen kann", so Görner, der zudem weiß, dass es Stand heute auch kein Ersatzrennen geben wird. "Das ist auf die Schnelle nicht möglich. Die Formel 1 macht nach den ersten drei Rennen eine lange Pause und beginnt erst wieder im Mai."
Im Fahrerlager war schon vor der nun getroffenen Absage davon ausgegangen worden, dass die Wüsten-Grands-Prix angesichts der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran nicht stattfinden können. Auch Bahrain war von iranischen Geschossen getroffen worden, unter anderem schlugen sie in einem Hotel ein, in dem das Williams-Team Veranstaltungen abhielt.



