Im Kampf um den historischen Einzug ins Viertelfinale der Europa League hat der VfB Stuttgart am Donnerstag einen empfindlichen Dämpfer kassiert. Nach der 1:2-Heimpleite gegen den FC Porto saß der Frust bei Angreifer Deniz Undav tief.
Die Analyse beim VfB Stuttgart fiel nach einer völlig verkorksten Anfangsphase kurz aus. "Individuelle Fehler - und die werden auf diesem Niveau bestraft", benannte Deniz Undav am RTL-Mikrofon die Gründe für die Heimniederlage gegen den FC Porto.
Durch heftige Patzer hatte sich die Elf von Sebastian Hoeneß gegen das Top-Team aus Portugal früh selbst in Not gebracht. Terem Moffi (21.) und Rodrigo Mora (27.) nahmen die Einladungen dankend an. "Dann ist es schwer, gegen so eine Mannschaft noch zwei Dinger zu machen", musste Undav eingestehen.
Mit seinem Tor hatte der Nationalstürmer den VfB noch einmal herangebracht (40.), letztlich war der Anschluss aber zu wenig für die ambitionierten Stuttgarter, die erstmals seit 28 Jahren wieder in ein europäisches Viertelfinale einziehen wollen.
Dem FC Porto spielte der Verlauf der Begegnung derweil in die Karten. Mit ihrer Spielweise sorgten die Portugiesen dafür, dass die Partie nach der Führung zunehmend zerfahren wurde.
VfB Stuttgart muss im Rückspiel liefern
"Sie haben bei jedem Ball versucht, Zeitspiel zu machen, den Ball liegengelassen. Ich glaube, der Linksverteidiger lag 37-mal wegen derselben Aktion auf dem Boden. Dass der Schiedsrichter da kaum durchgegriffen hat, ist auch ein Witz – vor allem, weil wir ihm das auch hundertmal gesagt haben", ärgerte sich Undav.
Gleichzeitig erkannte er darin auch eine Lektion für sich und die Mitspieler. "Wir müssen genauso eklig sein, genauso provozieren und dürfen uns nicht alles gefallen lassen", forderte er.
Sollte es dem VfB kommende Woche im Rückspiel gelingen, eine solche Antwort zu finden, sei der Einzug ins Viertelfinale noch möglich, zeigte sich Undav optimistisch.
"Die Chance ist auf jeden Fall noch da, weil sie nicht besser sind als wir. Wir müssen einfach nur dagegenhalten, auch eklig sein, auch mal dreckig sein", gab der Offensivspieler die Richtung vor.




























