Das Achtelfinalhinspiel der Champions League zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Bayern verkam am Dienstagabend zur glasklaren Nummer für den deutschen Fußball-Rekordmeister, der mit 6:1 in Italien gewann und schon so gut wie sicher im Viertelfinale steht. Dass sich Joshua Kimmich und Michael Olise beim Stand von 6:0 jeweils eine Gelbe Karte abholten, die zwar einen Einsatz im sportlich vermutlich unbedeutenden Rückspiel verhindert, ihr Gelbkonto vor einem möglichen Viertelfinale aber auf null setzt, sorgte anschließend für Diskussionen in puncto Fairness. Eine Strafe muss das Duo aber wohl nicht erwarten.
Joshua Kimmich und Michael Olise vom FC Bayern müssen angeblich nicht befürchten, dass die europäische Fußball-Union (UEFA) sie wegen des absichtlichen Kassierens von Gelben Karten nachträglich mit einer zusätzlichen Sperre belegt. Das berichten die französische "L'Équipe" und der "SID" übereinstimmend.
Damit bliebe es dabei, dass das Duo dem FC Bayern "nur" im Rückspiel gegen Bergamo in München nicht zur Verfügung steht.
Kimmich und Olise hatten sich in Bergamo wegen Spielverzögerung ihre dritte Gelbe Karte im Rahmen der laufenden Champions-League-Saison und somit eine Sperre abgeholt. Ein Umstand, der für Spekulationen sorgte.
ANZEIGE: Jetzt 44% Ersparnis für DAZN Unlimited sichern!
Zunächst versuchte am späten Dienstagabend Bayerns Sportvorstand Max Eberl, die Situation zu bewerten: "Wir haben geführt, wir haben auf Zeit gespielt, dann bekommst du Gelbe Karten."
"Es war schon uns allen klar, dass er sich noch eine Gelbe holt"
Kimmich selbst wurde ebenfalls deutlich. "Generell bin ich schon einer, der jedes Spiel machen möchte", betonte der Nationalmannschaftskapitän. Die Situation sei aus dem Spiel heraus entstanden: "Ich glaube, wenn der nicht durchdreht, dann gibt es auch keine Gelbe Karte. Ich habe schon lange gebraucht, wollte jetzt nicht ins Pressing reinspielen. Ich habe zu lange gebraucht, auf jeden Fall. Ich glaube trotzdem, wenn der nicht auf mich zustürmt, lässt der Schiri es vielleicht durchgehen."
Ex-BVB-Verteidiger Mats Hummels ließ hingegen in seiner Funktion als Experte am "DAZN"-Mikrofon durchblicken, dass Kimmichs Zeitspiel nicht von ungefähr kam: : "Ich glaube, wir wissen alle, was passiert ist. Ich finde es wunderbar, wie er es erklärt hat. [...] Es war schon uns allen klar, dass er sich noch eine Gelbe holt. Ich verstehe auch, dass er jetzt dieses Statement bringt, damit es eben nicht eine Bestrafung wie vielleicht damals bei Real Madrid gibt. Deswegen alles richtig gemacht, Josh."
Sergio Ramos hatte für ein absichtliches Zeitspiel in der Champions League für Real Madrid einst im Nachgang eine Sperre für zwei Spiele erhalten.



























