Max Verstappen liebäugelt öffentlich weiter mit einem Abschied aus der Formel 1 - zumindest einem Abschied auf Raten.
"Ich muss nicht nur ein Formel-1-Fahrer sein", sagte der Red-Bull-Superstar vor dem Großen Preis von China in Shanghai.
Der 28-Jährige bekräftigte, an allen wichtigen Langstrecken-Rennen im Sportwagen teilnehmen zu wollen. "Und das will ich nicht machen, wenn ich 40 bin. Ich bin jetzt im perfekten Alter dafür", betonte Verstappen.
Der 28 Jahre alte Niederländer hatte zuletzt immer wieder scharfe Kritik an der Formel 1 geäußert. Stein des Anstoßes: die neuen Regeln der Motorsport-Königsklasse.
"Es macht mir im Moment keinen Spaß, dieses Auto zu fahren", sagte Verstappen.
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Die neuen Formel-1-Motoren beziehen zu gut 50 Prozent Leistung vom Verbrenner und zu fast 50 Prozent aus der Batterie, die wieder geladen werden muss. Verstappen hatte die neue Formel 1 vor diesem Hintergrund mit dem Videospiel "Mario Kart" verglichen.
Die ohnehin schwelenden Spekulationen um einen kompletten Formel-1-Rückzug Verstappens in naher Zukunft erhielten dadurch neue Nahrung. "Ich will nicht gehen, aber ich wünschte, ich hätte mehr Spaß", reagierte der viermalige Weltmeister in Shanghai auf die brisanten Gerüchte.
Formel 1: Max Verstappen sucht "positive Ablenkung"
Eine "positive Ablenkung" vom Formel-1-Frust verspricht sich Verstappen von seiner Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Mai, wo er einen Mercedes-Wagen pilotieren wird.
Er nannte zudem weitere Langstrecken-Klassiker wie Le Mans und Spa als Ziele für die nächsten Jahre. "Dort ist das Umfeld weniger politisch, ich kann mehr ich selbst sein", erklärte Verstappen.
Der frühere Rennfahrer Johnny Herbert befürchtet ein Ende der Ära Verstappen in der Formel 1. "Sie müssen sehr, sehr vorsichtig sein, dass Fahrer wie Max nicht davonlaufen, weil sie keine Herausforderung mehr sehen", sagte der 61 Jahre alte Brite bei "Snabbare".



