Die Baltimore Ravens hatten am Wochenende in der NFL für jede Menge Aufsehen gesorgt, als sie sich mit den Las Vegas Raiders auf einen Blockbuster-Trade für Maxx Crosby geeinigt haben. Nun gibt es eine überraschende Kehrtwende.
Wie am späten Dienstagabend bekannt wurde, ziehen sich die Ravens doch aus dem verhandelten Trade zurück. Der Grund: Maxx Crosby ist in Baltimore durch den Medizincheck gerasselt. Das wurde von den Raiders zwar nicht bestätigt, allerdings berichteten US-Medien übereinstimmend über die Probleme bei der Untersuchung.
Demnach sollen die Baltimore Ravens Bedenken wegen der Knieverletzung von Maxx Crosby haben, die ihn zum Ende der Saison schon zu einer Pause zwangen. Dabei handelt es sich offenbar um eine Verletzung des Meniskus.
Die Baltimore Ravens sind deshalb offenbar nicht mehr bereit, so sehr für Crosby ins Risiko zu gehen, dass sie zwei Erstrundenpicks nach Las Vegas schicken.
Da das neue Liga-Jahr offiziell erst am Mittwoch startet, sind alle Trades und auch die Free-Agent-Deals erst ab dann offiziell. Dementsprechend ist es das gute Recht der Ravens, sich aus dem Deal doch noch zurückzuziehen.
NFL: Wie geht es nun weiter?
Spannend wird nun sein, wie es für Crosby und auch die beiden Teams weitergeht. An Crosbys Wechselwunsch wird sich vermutlich nichts ändern. Er möchte einen Tapetenwechsel und vor allem für ein Team spielen, mit dem er erfolgreich sein kann.
Unter anderem deshalb dürften die Raiders weiter versuchen, ihren Superstar zu traden. Nur werden sie dafür jetzt wohl nicht mehr die beiden Erstrundenpicks bekommen, die sie mit den Ravens vereinbart hatten.
Und sollte man Crosby nicht zeitnah irgendwo anders unterbringen können, sind möglicherweise auch andere Deals in Gefahr. Schließlich waren die Raiders in den ersten Tagen der Free Agency sehr aktiv - das in dem Glauben, man hätte Topverdiener Crosby eben nicht mehr auf der Gehaltsliste.
Für einen Deal infrage kämen nun unter anderem die Dallas Cowboys, vielleicht aber sind auch die Ravens noch im Rennen, nun aber zu einem angepassten Preis.
Denn klar ist auch: Die Ravens sind bereit All in zu gehen und wollen ganz offensichtlich den Pass Rush stärken. Für sie wäre nun aber auch Trey Hendrickson eine Option, der noch immer nicht vom Markt ist. Er verlangt Berichten zufolge mehr als 30 Millionen Dollar pro Jahr, würde aber immerhin keine Draftpicks kosten.





